la pared

projektbeschreibung:

der arbeitstitel »la pared« beschreibt ein transdisziplinäres projekt, welches stufenweise philosophie, grafik und typographie zu einem gesamtwerk verbindet.

stufe I:
subjektiv relevante aphorismen, textfragmente und erinnerungen werden gesammelt, selektiert und gereiht. die bedeutung einiger inhalte bleibt dem rezipienten dabei notwendigerweise verschlossen.

stufe II:
materialisierung des gedankengutes, verschriftung, analoger entwurf eines alphabets, gestaltung einer zur verfügung stehenden wandfläche.

stufe III:
reduktion und virtualisierung der gemalten allographen zu prototypischen glyphen.

projektstart: 06.12.2008

vorraussichtliche projektdauer: ca. 3 jahre

material

ausständig: weitersammeln, selektion, reihung


»eigentlich bin ich ganz anders, nur komme ich so selten dazu« (ödön von horváth)

»freiheit heißt nur, daß man gehen kann wenn man will«
(georg danzer)

»don't you black or white me« (michael jackson, 1995)

»das leben ist nicht kurz, es ist lang.«
(paul thomas anderson, 1999)

»every family is dysfunctional« (julie maher)

»we mortals have many weaknesses:
we feel too much,
hurt too much,
all too soon we die.
but we do have the chance of love.«
(william nicholson & michael hirst)

»letztlich ist alles ein semantisches problem«
(gustav linnert, 2002?)

»ach, sie fressen schon, sie fressen,
womit am meisten ich gesündigt!

ya me comen, ya me comen
por do más pecado había«

(miguel de cervantes, 1615)

»pero en fin … solo es lo que creo yo … un ser rojo en una ciudad de extraños colores y que pretende ver algún día el deslumbrante tornasol del mundo« (gilda torres, 2007–06–02)

»in wahrheit versäumt man fast alles« (flo ledermann, 2002)

»die meisten sind schlecht«
(bias von priene, 590–530 v. Chr.)

»tu señora en las fiestas, tu ama de casa en la cocina y tu puta en la cama« (dicho sabio)

»dejando de lado los motivos …« (julio cortázar, 1962)

»además te quiero, y hace tiempo y frío«
(julio cortázar, 1960)

»life is a fight. but the fight is nice too«
(sergio martínez, 2004)

»ich ist ein anderer« (arthur rimbaud, 1871)

»existenz ist anderswo« (andré breton, 1924)

»niemand hat das recht zu gehorchen« (hannah arendt)

»te vas?« (unbekannte sprecherin)

»fashion is a constant metaphor of the erogenous zones« (salvador dalí)

»bist du bereit etwas zu verlieren?«
(luzia marchsteiner, 1998)

»keine kunst ist möglich ohne einen tanz mit dem tod.«
(autor ausständig)

»das leben ist eines der schwersten« (volksweisheit)

»ich würde für dich sterben, wenn nicht für dich … dann mit dir!« (luzia marchsteiner, 1999)

»life is what happens to you while you're busy making other plans« (john lennon, 1980)

»denken ist verboten« (rochus klug, ?)

»das häßlichste auf der welt ist das mittelmaß«
(philipp gunz, ?)

»es gibt keine lösung, weil es kein problem gibt«
(marcel duchamp)

»i wanted to be an artist but i became a graphic designer instead« (adbusters, ?)

»graphic design is less the solution and more the problem« (adbusters, ?)

»kunst kommt von müssen« (andreas ortag, ?)

»die sünde würzt das leben bevor der tod es frißt«
(john milton, 1667)

»solange der mensch wird, kann er nicht wissen was er sein« (lena appl, olivier kowald, johannes krtek, 2002)

»das wichtigste ist ein reines gewissen« (milica paovica, ?)

»es mejor que no tengas que ver lo que no puedes tener« (unbekannter sprecher)

»yo soy el mundo entero« (maría rodríguez, 2007)

»ich will etwas echtes, etwas ernstes, etwas hartes. Ich will der Biss der Kälte draussend, das gedrückte Gewicht der Schnee auf die Äste der Pinienbäume, und die überwältigende Reinheit der Sonnenstrahle auf die türkisen krachenden Eisfetzen am Ufer. Doch vor allem will ich der tiefeingefasste schwarze Schimmer in den Augen der erfrierenden Tiere cellotief mitschwingen. Ja, ich gebe zu, ich sehne mich nach dem Winter noch, ich fordere den recht zur richtigen Kälte, richtigen Härte, weil ohne diesen verlieren beide Wärme und Sanftheit an ihren Bedeutung.« (laurence trudel, 2008)

»keine ahnung, was eduard mörike davon halten würde, aber für mich ist es frühling« (laurence trudel, 2008)

»forever is a long time for just two people« (unbekannter film)

»ich spreche von liebe und erlebe doch so oft nur meine geilheit« (peter lechner, 2007)

»solange etwas, das den menschen betrifft, logisch bleibt, ist es oberflächlich« (achternbusch?)

»mit einer frau schlafen und mit einer frau einschlafen sind nicht nur zwei verschiedene, sondern geradezu gegensätzliche leidenschaften. liebe äußert sich nicht im verlangen nach dem liebesakt (dieses verlangen betrifft unzählige frauen), sondern im verlangen nach dem gemeinsamen schlaf (dieses verlangen betrifft nur eine einzige frau)«
(milan kundera, 1982)

»identität ist nicht wählbar« (unbekannter autor)

»was ist ein einbruch in eine bank gegen die gründung einer bank?« (berthold brecht)

»i got a desease« (noch unbekannter sprecher)

»so gekommen, so gegangen« (siddhartha gautama)

»zuerst das fressen, dann die moral« (berthold brecht)

»und deine liebe kann heftig sein, tief, und trotzdem versagen« (eugene richards)

»fact and fiction work as a team« (jack johnson, 2002)