heizungslos wohnen

strategien gegen das erfrieren

JUAN TOPO°

vorwort

liebe frierende und nochheizer!

es gibt wohl kaum einen namen, der so eng mit der subversiven verweigerung des klischeehaften heizens verbunden wäre, als JUAN TOPO. mit einsichten wie »der mensch ist ein heizkörper« vermochte er die frierenden massen zu erwärmen wie sonst keiner. so ist es wenig überraschend, daß sein verschriftetes hauptwerk, »heizungslos wohnen – strategien gegen das erfrieren«, trotz mehrmaliger neuauflagen ein ständig vergriffenes, heiß begehrtes sammlerstück bleibt. unter diesem gesichtspunkt haben sich die verwalter seines nachlasses, im sinne einer uneigennützigen weitergabe seiner lehren, entschlossen, eine frei zugängige version seiner schriftstücke in form eines beständig wachsenden world wide web logbuchs zu realisieren.
der oder die vielleicht (noch!) frierende leser/in wird darin einerseits dem schier unerschöpflichen reichtum an kreativen erwärmungstechniken gewahr werden, andererseits – und vor allem – auch der methodischen und persönlichen entwicklung, die JUAN TOPO im rahmen seines kompromißlosen selbstversuches durchlebte, welche den/die gewissenhaft studierende/n durch das erkennen der rechten geisteshaltung, welche hinter jenen experimenten steht, erst dazu befähigen wird, der erlernten kompetenz auch das transformatorische regelwerk hinzuzufügen, um selbst ureigenste strategien gegen die arschkälte zu entwickeln.
aus den rückmeldungen von begeisterten lesern und leserinnen seines buches können wir erahnen, wie schwer es dem/der städtischen mitteleuropäer/in fällt, diesem »einfachen« weg zu folgen, ohne in das unreflektiert übernommene muster »zimmertemperatur« zurückzufallen. aus erfahrung wissen wir, daß nur ca. 5 % aller interessierten diesen weg länger als nur eine heizperiode durchhalten, es gibt hierbei nichts zu beschönigen: dieser weg fordert die aufgabe jeglichen komforts und verspricht nichts, außer den sicheren irrtum – wir schließen dieses vorwort daher mit dem vielleicht berühmtesten irrtum JUAN TOPOs:
»der nochheizer ist ein aussterbendes relikt.«

FUNDACIÓN JUAN TOPO

biographie

die F.J.T. REDAKTION weist darauf hin, daß JUAN TOPO zu lebzeiten sämtliche seiner biographien gefälscht hat und wir daher bemüht waren, mit hilfe eines ukrainischen würfelspiels möglichst ungerichtet einen lebenslauf zu ermitteln.

JUAN AMÉRICO TOPO (bürgerlicher name: hans e. maurer) wird während der olympischen winterspiele 1980 dritter von drei söhnen einer beamtenfamilie. sowohl sein vater, leidenschaftlicher graderfahrer im staatsdienst, als auch seine mutter, pragmatisierte pädagogin für leibesübung, erkennen schon frühzeitig seine bestimmung als beamter.

bereits 1987 unternimmt JUAN TOPO erste heimliche heizversuche experimenteller art. verbürgt ist eine hitzköpfige begebenheit im heustadel mit seinem freund joschi (raum als heizmaterial).

1990 verfolgt JUAN TOPO mit regem interesse dem paläontologischen diskurs über die körpertemperatur von sauropoden.

1992 findet JUAN TOPO gefallen am phänomen »bombus terrestris«, welches später in form seiner imker-leidenschaft zu einer konkreten ausformung findet.

1994 wechselt JUAN TOPO (aus ungeklärten gründen) vom realgymnasium in die handelsakademie. noch im selben jahr gründet er die grunge band »azrael craves for uvulus«. trotz gassenhauer wie »fatal smoke«, »the bad dog« oder »decayed« kommt es jedoch zu keinem auftritt vor publikum.

1997 veröffentlicht JUAN TOPO »das telephon«, seinen ersten roman, welcher erwartungsgemäß keine leserschaft findet. in einer wiener mcdonalds-filiale lernt er seine zeitlebens unerfüllte liebe, die bulgarische hammerwerferin KALINA PENEVA, kennen. gemeinsam mit OLIVER EDER ruft er das politisch subversive machwerk »headspin« ins leben. sowohl die basisdemokratischen geheimtreffen in einer unauffälligen ordination für internistik als auch das verschriftete hauptwerk, der »kloführer« (nicht zu verwechseln mit der
»klofibel«), gelten bis heute als beispiellose politische aufbauarbeit.

1998 entstehen skizzen für die ölgemälde (brandtechnik) »die unerklärlichen interessen meines daseins«, »charles bukowski: mein mörder und feind« und »kommst du mit ins trockene – na klar!« ebenso wie für den zyklus »betteln um das virus«.
im herbst 1998 lernt er die bodhrán-trommlerin, fetthennen-bläuling-spezialistin und biobäuerin BEATE marchsteiner kennen, die fortan seine biorindfleisch-bestellung entgegennimmt.

im jahr 2000 programmiert JUAN TOPO den automatisierten dienstplan »lucilla« für pflege- und altersheime – die kostenersparnis kann landesweit zugunsten besser isolierter neubauten genutzt werden.

2001 verliert er sein gesamtes vermögen aufgrund eines geldbetruges durch den mirakulösen pornodarsteller jason ditch.

2004: nach einem aufenthalt in spanien veröffentlicht JUAN TOPO im erdal-verlag die geschichte »julio – die traurige begebenheit des schuhpastenvertreters«. es folgen reisen nach indien und mexiko, die den ausgangspunkt für seine abhandlung »heizungslos wohnen pradipika« bilden.
während seiner reise in mexiko gerät er mit seinem freund ESTEBAN, einem domestizierten schmetterling, auf dem weg nach san juan chamula durch eine versehentliche THC-überdosis in eine rekursive mentale schleife, aus der es ihm jedoch aus eigener kraft auszubrechen gelingt. der regisseur JAN VAN TESLA hat sich noch im selben jahr die rechte an jener begebenheit gesichert, einen ersten inoffiziellen rohschnitt des trailers finden sie hier:

>>> TRAILER <<<

JUAN TOPOs eigenen aussagen zufolge entstanden während jener zeitlosen schleife der großteil seiner bahnbrechenden ideen, welche er im folgejahr in seinem besteller »heizungslos wohnen – strategien gegen das erfrieren« publiziert.

ab 2005 arbeit JUAN TOPO regelmäßig für diverse hersteller als designer für rückspiegel an geldautomaten.

2007 studiert er als ordentlicher student an der universität wien naßrasur. aufgrund seines überdurchschnittlichen talents bricht er das studium jedoch vorzeitig ab und widmet sich einmal mehr seiner eigentlichen bestimmung, dem nichtheizen.

im winter 2008 wird er aufgrund eines konzeptfehlers tragisches opfer eines unerwarteten kälteeinbruchs.

feedback zur biographie

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kathy:

ich halte hier ein (leider unvollendetes) manuskript von »das telephon« in meinen händen und frage mich jetzt, wie ich bloß an literarische meisterwerke wie »julio – die traurige begebenheit des schuhpastenvertreters« kommen könnte …

f.j.t. redaktion:

vergriffen! liebe frau kathy, vergriffen. JUAN TOPOs erzählung »julio – die traurige begebenheit des schuhpastenvertreters« ist leider ausnahmslos vergriffen (seit der veröffentlichung seines bestsellers). es ist jedoch wahrscheinlich, daß beim sorgfältigen durchsuchen der umfangreichen stiftungsarchive ein solchiges manuskript zu tage tritt. im falle einer solchen aushebung wäre es geradezu unsere pflicht, dieses zeitdokument uneigennützig einer breiteren öffentlichkeit zugängig zu machen.

wir sind überrascht und bestürzt noch mehr, daß sie ein unvollständiges manuskript von »das telephon« besitzen; bedeutet dies doch einerseits, daß sie theoretisch zu seinen schulzeiten JUAN TOPOs banknachbarin gewesen sein müßten (ein pflichtbewußter schüler wie JUAN TOPO hätte sich in den schulpausen wohl kaum so ohne weiteres mit anderen schülern privat und über vom lernstoff abweichende themen unterhalten, es ist aber durchaus vorstellbar, daß er sich einer interessierten banknachbarin gegenüber diese schwäche erlaubt hätte). andererseits, weil dieser umstand die vermutung nahe legt, daß sie dieses manuskript nicht nur in ihren händen halten, sondern höchstwahrscheinlich auch darin gelesen haben.

es tut uns furchtbar leid. um ihnen das verständlich zu machen: unser ukrainischer programmierer IWAN DAMBA fand sich nur kurze zeit in besagtem manuskript blätternd, schon setzten ihm wenige tage danach die windpocken zu und zwangen ihn zu einer zweiwöchigen arbeitspause. sie werden womöglich anmerken, daß diese beiden vorgänge nicht notwendigerweise in einem kausalzusammenhang stehen – wir sind da anderer meinung. vor allem weil wir dem pustelphilipp IWAN DAMBA am krankenbett ansichtig wurden, wahrlich, jene pestilenz ließ ihn gar jämmerlich leiden, auf so widerwärtige weise, sodaß die assoziation zu »das telephon« bestimmt seine berechtigung findet, handelt es sich hierbei doch um den ganz und gar widerwärtigsten versuch, das genre des schriftstellertums an sich zu reißen wie das virus den menschlichen körper.

»das telephon« ist der literaturherpes schlechthin. die an sich gefällige gestalt des alltags wird darin aufgebläht, die oberfläche der handlung ekelhaft überhöht mit wässrigen hirnblähungen, der nervtötende juckreiz am ganzen textkörper ist zum aus-der-haut-fahren. es kann hier also nur unsere aufgabe sein, vor diesem schriftstück zu warnen, ob seiner nutzlosigkeit, belanglosigkeit, maniriertheit, geschmacklosigkeit und langeweile. kurzum: meiden sie dieses werk … und sagen sie nachher nicht, wir hätten sie nicht gewarnt!

kathy:

werte redaktion!
sie bestätigen meine befürchtung. schade. als einziger strohhalm an den ich meine hoffnung klammere, bleibt also das stiftungsarchiv, dass vielleicht doch noch ein solches manuskript birgt. ihre absichten, die interessierte öffentlichkeit an einem etwaigen fund teilhaben zu lassen ehrt sie als nachlassverwaltung!

des weiteren hoffe ich, dass herr DAMBA wieder vollständig genesen ist! ich selbst habe in zusammenhang mit literatur, zu der man keinen zugang findet schon von verschiedensten körperlichen reaktionen gehört. von einer den leser plötzlich übermannenden müdigkeit während der lektüre, aggression, ja sogar wut war da die rede. bücher sollen in solchen momenten schon zerrissen, gegen heizkörper (!) geschmissen oder gar zur fixierung wackeliger tischbeine erniedrigt worden sein! aber windpocken … alle achtung!!

iwan damba hat vielleicht das zarte alter JUAN TOPOs außer acht gelassen, in dem er »das telephon« verfasste. unter berücksichtigung seiner damaligen jugend und der tatsache, dass seine kreativität zu der zeit unter dem mantel der kaufmännisch ausbildung litt, ja schier zu ersticken drohte, wäre eine derart körperliche reaktion vielleicht abwendbar gewesen. literarisch mag »das telephon« nicht JUAN TOPOs glanzleistung gewesen sein, aber vermutlich ein erster schritt in die richtige richtung.
vermutlich … sind mir, wie bereits erwähnt und abgesehen von den wenigen auszügen aus »heizungslos wohnen pradipika«, die hier veröffentlicht wurden, ja keine weiteren werke von ihm bekannt.

kathy – windpockenfrei seit 1985

das i-w:

zwei fragen dazu:

1) was ist aus ESTEBAN geworden? ist es auch ihm gelungen, sich aus der mentalen schleife zu befreien?
2) der obigen biographie zufolge hat sich JUAN TOPO mehrmals in zonen aufgehalten, die gemeinhin als tropisch oder subtropisch eingestuft werden. finden sich in seinem umfangreichen oeuvre denn auch schriften, die der abwehr von großer hitze gewidmet sind? oder anders gefragt: kann der heizkörper auch klimaanlage sein?
in fortwährender bewunderung,
das i-w

f.j.t. redaktion:

liebes i-w!

ad 1) die details über ESTEBANs verbleib sind noch (immer!) nicht vollständig ausgehoben – soviel ist jedoch sicher: ESTEBAN befand sich laut JUAN TOPOs aufzeichnungen an jenem tag in seiner portablen multifunktionskiste (»kartonvilla«), welche ursprünglich aus einem 70 x 70 cm serverkarton bestand, den JUAN TOPO nach seiner legendären flucht aus dem hotel inés (puerto escondido) allmählich in eine sehr ansehnliche, für ESTEBAN komfortable, aber auch schwer zu transportierende behausung umfunktionierte. wie auch dem trailer mühelos zu entnehmen ist, war JUAN TOPO an jenem bedeutungsschwangeren tag OHNE besagter kartonvilla, die er auf einer leicht angerosteten sackrodel zu transportieren pflegte, unterwegs.

es kann sich unmöglich um einen zufall handeln (und wir wissen das sehr zu schätzen), daß sie sich derart gezielt um ESTEBANs befinden sorgen, denn gerade dieser tag stellt für TOPOlogen einen lackmustest in der beziehung zwischen JUAN TOPO und seinem damals besten freund, ESTEBAN, dar. denn bereits wenige tage vor seiner verfilmungswürdigen endlosschleife erlaubte sich JUAN TOPO einen groben schnitzer, dessen rücksichtslosigkeit er ESTEBAN nicht einmal durch unvorsichtigen drogengenuß rechtfertigen konnte und der ihre freundschaft bis aufs äußerste belastete – entnehmen sie den vorfall bitte JUAN TOPOs tagebuchaufzeichnungen (welche durchwegs in für ihn typischem, schlechtem englisch gehalten sind):

»[…] Other people again, let's say an israeli guy who just fulfilled his triannual military service, had other needs. And that guy invited me (who knows why) to come with him to a very hot and MTV-like (his words) car wash. you can imagine, girls … cars … ?.

ESTEBAN was furious when he recognized I would leave him for that night. Hey, that was unfair! I just installed him a daylight lamp in his carton villa before, which meant that from now on I had to carry the car battery inside the carton too … he really could be a bit more … appreciative? But he stood firm. In a huff he scuttled to a corner and stopped paying attention to me at all.

Well, the israeli and i went there. If this car wash was MTV-like, then it was quite a filthy MTV clip. But as you already know, dirt doesn´t bother me and LaChapelle's ›Dirrty‹ was successful too …

Inside the car wash we met two girls, both quite nice and very sympathic. We took our seats in the yard and opened the first beer. As it started to become an enjoyable spanish conversation, you know, splendid sunset, everything was fantastic, …

… came their boss, who actually was the cousin of one of them. He was an old fat smoking asthmatic American (watching TV, eating pizza) who was telling us ugly stories about his life (put this keywords together by yourself: old fat smoking asthmatic American, Cuba, young schoolgirls, sex). The other guy and i tried to intoxicate ourselves as fast as possible with our beers, but it was too late … did you ever come in a very uncomfortable situation because you were too polite? At least we did …

So we stayed there, still hoping that the nice girls would come back, but they didn't, na ah-ah, they had to crawl through one car after the other, wrapped with hoover tubes, endlessly, while the nasty American explained how much it really hurt when you got stabbed with a knife and that there was nothing condemnable if he forced his employees to dress ›coquette‹ and bla bla …

As a warning for the world I took the flyer you can see below when we left finally …« (TOPO 2005)

zeitzeugen zufolge soll sich der aus dieser fürchterlichen entgleisung JUAN TOPOs resultierende streit zwischen ihm und ESTEBAN über mehr als drei stunden gezogen haben, wobei von dekompensiertem gebrüll, hysterischen schuldgeständnissen, feurigen versprechungen und einer eisigen stille seitens ESTEBANs berichtet wird.

ad 2)

finden sich in seinem umfangreichen oeuvre denn auch schriften, die der abwehr von großer hitze gewidmet sind? oder anders gefragt: kann der heizkörper auch klimaanlage sein?

klares nein: »ein heizkörper ist ein heizkörper ist ein heizkörper.« (TOPO 2008)

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strategie 7

08.03.2009: 7,3°C/20°C
(1) bügeleisen (2) toaster (3) gasherd (4) baustrahler

schummeln (1) bügeleisen als handheizung mißbrauchen. (2) toastbrot zu kohle rösten. (3) das drei–stunden–ei auf größter flamme steinhart kochen. (4) 500–watt–baustrahler als leselampe entfremden. befinden: elendiglich.

feedback zur strategie 7

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ulli:

apropos steinhart …

… anstelle des ei's nehme juan topo doch einen etwa faustgroßen stein (oder auch mehrere) und erwärme diesen im topf. mehrmaliges wenden könnte von vorteil sein. der stein speichert die wärme mindestens 30 minuten bis zu einer stunde. den stein lege sich juan topo auf körperstellen, die's mögen, beispielsweise brust, nieren, füsse, hände, popo, … hurra !

gutes gelingen wünscht ulli

patrick:

heizungslos wohnen strategie 8 - INS KINO GEHEN :-)

UP

bb patrick

endlich_er:

»es gibt keinen richtigen weg zu heizen … du bist die heizung« (TOPO 2008)

ich danke für das auch volkswirtschaftlich gewinnbringende lobbying. dieses neue denken beginnt sich bereits durchzusetzen – siehe salzburg.orf.at

endlich_er

bri:

19.03.2009: ???

man kann auch einen (10 liter) kochtopf draufstellen … erhöht die (raumtemperatur-) effizienz beim frühstückseierkochen …
liebe grüße. bri

heimtückischer elch:

bravo außenheizer!

wien.orf.at

waldbär & kiwi:

22.02.2009:
(1–2) zeitungen (3) kaffee (4) kleidung
(5) Schnaps (6) hometrainer (7) stiefel (8) schal

(1–2) Wald- und Eisbärstrategie Eins:
Alte Obdachlosenweisheit, Papier wärmt unheimlich, auch unverbrannt …
Die Durchführung ist ungewohnt und daher nicht gerade leicht. Der Unterhaltungswert dagegen enorm, es ist darauf zu achten das die Zeitungsfetzen die im Hosenbund sind beim Strategiewechsel von unten geholt werden müssen. Andernfalls ist es ungleich schwieriger.
Bewertung: praktikabel, darüberhinaus macht es eine schöne Figur, individuell abstimmbar

(3) Ps.: Heißer Kaffee, die favorisierte Strategie, auch adaptierbar als heiße Milch mit Honig oder Ähnlichem.

(4) Strategie Zwei: Viele Schichten halten warm.
Bewertung: warm aber sehr unbequem, ohne eine weitere Person ist der Strategiewechsel nicht durchführbar. Am ehesten würde eine Schere als letzte Chance bestehen wieder loszukommen von dieser unheilvollen Strategie.
Deshalb ist die körperliche Anstrengung beim An- sowie Ausziehen sehr wärmend. Beim Weg in die Außenwelt wurden seltsamerweise keine kritischen Stimmen laut.

(5) Strategie Drei: Schnaps, sonst nichts.
Praktisch nicht durchführbar,
etwas für hartegsottene.

(6) Strategie Vier: Körperliche Ertüchtigung.
Effizient, aber anstrengend

(7) Strategie Fünf: Die richtigen Schuhwerke.
Heizungslos Wohnen hat goldenen Boden. Die Wahl der Schuhwerke ist ein Detail von besonderer Wichtigkeit. Mit den richtigen Schuhen ist auch das unbeheizte Heim ein wohliges …

(8) Strategie Sechs: Vermummung.

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strategie 6

28.02.2009: 7,6°C/17°C
(1) heat lotion (2) rasierschaum (3) morgenzeitung (4) rettungsdecke

aussenhülle (1) heat lotion am ganzen körper einmassieren. befinden: ein reinfall, das produkt hält nicht was der name verspricht. (2) rasierschaum großzügig am ganzen körper verteilen. befinden: feine sache, aber sehr instabil. (3) morgenzeitung in mehreren schichten mittels sprühkleber am körper anbringen. befinden: nicht schlecht. (4) rettungsdecke anleitungskonform anwenden. befinden: ein königliches gefühl!

feedback zur strategie 6

feedback zur strategie 6

claudio:

oage strategien … nicht schlecht … nice concept ;) 10 points ma friend …

strategie nr. 5 is my favourite … raum in raum … heheheh.. schaut auch lauschig aus …

patapoe:

schöne photos mann!

kathy:

und rasierschaum hält wirklich warm? sehr interessant …
das bild dazu find ich SEHR cool!!

f.j.t. redaktion:

liebe frau kathy!

geschäumte materialien erfreuen sich in der dämmtechnik seit geraumer zeit einer großen beliebtheit, so kann es uns in keinster weise überraschen, daß JUAN TOPO auch diese technologie zu transzendieren versuchte. ob rasierschaum »wirklich« warm hält, bitten wir sie – ganz wie JUAN TOPO es vorgelebt hat – kritisch im selbstversuch zu prüfen:

»der originäre selbstversuch ist das a und o des nichtheizers. aber auch das r, s, c, h, k, l und t.«
(TOPO 2008)

wir erlauben uns an dieser stelle auch ein zitat seines größten neiders anzuführen:

»wer keine neuen erfahrungen mehr macht, stagniert. wer erfahrungen aus zweiter hand übernimmt, konsumiert.« (MESSNER, 1999)

kathy:

09.03.2009: rasierschaum

obwohl mir mein minimalistisch ausgerichtetes naturell nach wie vor nicht erlaubt, meine heizung abzudrehen, habe ich den entschluss gefasst, um - meines heizertums ungeachtet – die bereitschaft zur ständigen horizonterweiterung und meine hochachtung vor derartigen heizungsverweigernden konzepten zu demonstrieren, die durchführung des von juan topo als so wichtig erachteten selbstversuches dennoch auf mich zu nehmen:

- fragestellung:
hält rasierschaum »wirklich« warm?

- hypothese:
nachdem die inhaltsstoffe von rasierschaum* und von in der dämmtechnik verwendeten schaum** doch auch für den laien durchaus ersichtlich größtenteils von einander abweichen, gehe ich davon aus, dass bei verwendung von rasierschaum, ein nachweis der wärmeisolierung - wenn überhaupt - nur in sehr geringem ausmaß erbracht werden kann.

*) im untersuchten fall sind das: aqua, stearic acid, triethanolamine, laureth-23, isobutane, propane, sodium lauryl, hydroxethylcellulose, sulfate, nonoxynol-9, parfum, carrageenan, quaternium-15, bht.

**) im untersuchten fall sind das: tris(2-chlorisopropyl)-phosphat, isobutan, dimethylether, diphenylmethandiisocyanat, isomere, homologe, oligomere und deren mischungen sowie propan.

- selbstversuch:
aufgrund der bereits eingangs erwähnten minimalistischen veranlagung der versuchsperson und des nicht außer acht gelassen werden dürfenden, ungewohnten dufts des verwendeten rasierschaums auf der haut der probandin, wurde der versuch auf lediglich eine gesichtshälfte beschränkt.

notizen zu den erkenntnissen aus dem versuch:

positiv:
- verteilung und konsistenz des rasierschaums wurden als angenehm befunden.

negativ:
- geruch zu maskulin.
–> memo: für etwaige weiterführende versuche gender-gerechten rasierschaum verwenden!

- rasierschaum im und rund um das ohr wurde als unangenehm empfunden
–> isolation von ohr meines erachtens nicht durchführbar.
–> rückgriff auf die traditionelle haube unumgänglich, um kalte ohren zu vermeiden.

- alltagstauglichkeit nicht vorhanden – für seitenschläfer nicht mal zur isolierung während der nachtstunden anwendbar.

- gefühlte wärme der isolierten linken gesichtshälfte auch nach längerer wartezeit gleich der unisolierten rechten.
–> zweifel an der sinnhaftigkeit der aktion.

fazit:

die zuvor aufgestellte hypothese hat sich im versuch bestätigt.

kurzfristiger unterhaltungswert: 12 Punkte
dämmwert: -12 Punkte
endergebnis: 0 Punkte

motivation, die heizung doch noch vor frühlingsbeginn abzudrehen ist weiterhin nicht vorhanden.

ps: dass ich von menschen, die mir was von yetis erzählen wollen, nichts konsumieren möchte, nicht mal deren weisheiten, wurde schon in einem ähnlichen zusammenhang diskutiert. darauf hier nochmals näher einzugehen halte ich nicht für notwendig. ;-)

f.j.t. redaktion:

liebe frau kathy!

wir fühlen uns ob ihres hervorragend dokumentierten selbstversuches aufs höchste geehrt – und bestimmt würde auch JUAN TOPO dieses honorige ansinnen zu würdigen wissen, obgleich ihn das vermutlich nicht gehindert hätte, sofort mit folgenden nörgeleien ins feld zu ziehen:

- hypothese:
nachdem die inhaltsstoffe von rasierschaum* und von in der dämmtechnik verwendeten schaum** doch auch für den laien durchaus ersichtlich größtenteils von einander abweichen, gehe ich davon aus, dass bei verwendung von rasierschaum, ein nachweis der wärmeisolierung - wenn überhaupt - nur in sehr geringem ausmaß erbracht werden kann.

der thermisch interessante aspekt jeglichen schaums, sei er flüssig oder fest, liegt vorrangig in der darin enthaltenen luft. das material der schaumwände ist demnach für eine beurteilung der isolierenden wirkung zweitrangig. die prämisse ihrer hypothese beruht daher auf einseitigen annahmen, die sie dazu bewegt, ausschließlich einen nachweis zu erbringen, rasierschaum wäre nicht isolierend. die aufgabe eines völlig ungerichteten versuchs zugunsten eines effektiv auffindbaren suchmusters ist dabei grundsätzlich zu begrüßen, sofern sich dabei nicht suggestive konzeptfehler einschleichen. einem solchen, so meinen wir, würde JUAN TOPO nörgeln, sind sie anheim gefallen.

- selbstversuch:
aufgrund der bereits eingangs erwähnten minimalistischen veranlagung der versuchsperson und des nicht außer acht gelassen werden dürfenden, ungewohnten dufts des verwendeten rasierschaums auf der haut der probandin, wurde der versuch auf lediglich eine gesichtshälfte beschränkt.

hand aufs herz: wie warm hält ein halbes dach?

negativ:
- geruch zu maskulin.
–> memo: für etwaige weiterführende versuche gender-gerechten rasierschaum verwenden!

in der redaktion ist beim lesen dieser zeilen soeben ein heftiger streit ausgebrochen; anlaß des tumults ist die streitfrage, ob es sich bei geruch um ein attribut des genders oder des geschlechts handelt, iwan damba springt völlig enthemmt am arbeitstisch herum und brüllt »moschus! moschus!« während der rest der redaktion pflichtbewußt um deeskalation bemüht ist. sobald sich die lage wieder beruhigt hat, werden wir hoffentlich einen pragmatischen konsens finden: es gibt rasierschaum für männer und frauen, entscheide sich jeder individuell und nach stimmungslage …

- rasierschaum im und rund um das ohr wurde als unangenehm empfunden
–> isolation von ohr meines erachtens nicht durchführbar.
–> rückgriff auf die traditionelle haube unumgänglich, um kalte ohren zu vermeiden.

nun ihnen dürfte aufgefallen sein, daß selbst JUAN TOPO (wenn auch aus anderen gründen) weder auf schal noch haube verzichten wollte … !

- alltagstauglichkeit nicht vorhanden – für seitenschläfer nicht mal zur isolierung während der nachtstunden anwendbar.

dieser aspekt liegt einerseits außerhalb des zu untersuchenden gegenstandes (hält rasierschaum »wirklich« warm), andererseits zeigt natürlich JUAN TOPOs mannigfaltige versuchsreihe, daß es eine einzige allumfassende strategie nicht geben kann, vielmehr eine kombination und synthese derselben vonnöten ist, um vor der arschkälte bestehen zu können. zudem sei angemerkt, daß die im bett üblicherweise befindlichen utensilien ihrerseits bereits eine außenhülle darstellen, welche in thermischer hinsicht dem rasierschaum bei weitem überlegen sein dürften, jedoch in sachen flexibilität, mobilität und ergonomie (kurzfristig) das nachsehen haben (auf die instabilität von naßschaum hat JUAN TOPO zur genüge hingewiesen).

- gefühlte wärme der isolierten linken gesichtshälfte auch nach längerer wartezeit gleich der unisolierten rechten.
–> zweifel an der sinnhaftigkeit der aktion.

wir erlauben uns an dieser stelle auf den anfangs erwähnten suggestiven konzeptfehler hinzuweisen: da sie nur knapp 1/16 ihres körpers mit schützendem schaum umgeben haben, läßt sich daraus womöglich folgern, daß die geschlossenheit der schaumoberfläche von größter bedeutung ist (eine hypothese, der sie dankenswerterweise mithilfe ihrer empirischen daten tür und tor öffnen!), jedoch keineswegs, daß bei einer umhüllung des ganzen körpers weiterhin kein wärmegewinn feststellbar wäre.

ps: dass ich von menschen, die mir was von yetis erzählen wollen, nichts konsumieren möchte, nicht mal deren weisheiten, wurde schon in einem ähnlichen zusammenhang diskutiert. darauf hier nochmals näher einzugehen halte ich nicht für notwendig. ;-)

offenbar ist ihnen bei dieser aussage nicht vollends bewußt, daß sie dieses wundervolle zitat REINHOLD MESSNERs nicht nur übernommen, sondern sogleich ausgeführt und in die tat umgesetzt haben, sich gewissermaßen bereits zur komplizin und anhängerin dieses gedankengutes gemacht haben – eine größere anerkennung MESSNERs ist im grunde kaum denkbar …

JUAN TOPO, der stets zur besinnung auf das wesentliche aufgerufen hat, es noch tun würde, würde womöglich noch folgendes festhalten:

»das wesen des schaums ist seine luftigkeit, nicht das material seiner wände; das wesen MESSNERs hingegen das erklimmen lüftiger berggipfel – nicht seine luftigen eingebungen über den yeti, die er womöglich in einer besonders luftleeren stunde gemacht hat …« (TOPO 2008)

kathy:

natürlich kann man hier von einem konzeptfehler sprechen. ich persönlich würde es dann jedoch eher absolut mangelndes interesse an der thematik an sich nennen. aber selbstverständlich haben sie recht und hätte JUAN TOPO (nicht nur diesbezüglich, natürlich auch in vielen anderen von ihnen angesprochenen punkten!) allen grund zu nörgeleien gehabt.

hätte ich die von mir – aus einer laune heraus - verfassten zeilen nochmals ernsthaft überdacht, hätte ich diese banalen fehler merken müssen, hätte mit allen mitteln versuchen müssen mich so auszudrücken, um ALLES, wirklich alles, nur BLOSS keine diskussion über gender, geschlechter und eventuell damit in zusammenhang stehender olfaktorischer wahrnehmung heraufzubeschwören.

die grundlegende aussage zu meinem selbstversuch hätte schlicht und einfach lauten sollen: meine (absolut nichts von isolierung und schauminhaltsstoffen - und deren möglichen bzw. unmöglichen zusammenhänge zueinander - verstehenden) intuition versichert mir, dass rasierschaum ganz bestimmt nicht warm hält.

ich entschuldige mich dafür, dass ich die bemühte redaktion mit meinem durch und durch nicht wissenschaftlichem feedback aufgehalten habe, möchte aber zur eigenen verteidigung anmerken, dass sie es waren, werte F.J.T., die mich zum selbstversuch aufgefordert hat:

»ob rasierschaum ›wirklich‹ warm hält, bitten wir sie – ganz wie JUAN TOPO es vorgelebt hat – kritisch im selbstversuch zu prüfen«

mir jetzt vorzuhalten, dass ich ein zitat übernommen, ausgeführt, mich sogar zur komplizin und anhängerin eines gedankengutes gemacht hätte, von dem ich mich schon des öfteren (wenn auch aus zugegeben sehr subjektiven gründen …) zu distanzieren versucht habe, muss ich nun doch mit einer gewissen vehemenz zurückweisen, hatte ich doch eingangs erwähnt aus welchen motivation heraus ich den selbstversuch durchgeführt habe: »… um […] die bereitschaft zur ständigen horizonterweiterung und meine hochachtung vor derartigen heizungsverweigernden konzepten zu demonstrieren, …«

nicht jeder, der seinen horizont erweitern möchte, muss reinhold m. anerkennung zollen!!
meine anerkennung gilt einzig und alleine JUAN TOPO und (den meisten) seiner strategien gegen das erfrieren!

leimtüchtiger Selch:

Donnerwetter!

Ich bin sehr erstaunt zu sehen, wie es TOPO – nach Überwindung der Religiosität, die (siehe Strategie 5) nicht selten mit der Errichtung fragwürdiger Sakralbauten einhergeht – nun ins feinstofflich (wie Sie wohl schreiben würden) Körperliche zieht! Ich bin erfreut zu wissen, dass ich Ihrem scharfen Sinn für Logik nicht standgehalten und Sie dennoch zu einem der letzten Dinge geführt habe, namentlich dem im Sinne TOPOs in unseren Breiten wohl für immer utopischen Nullenergiehaus.*

Denn wie sonst, wenn nicht als Phantasma einer persönlichen Eschatologie könnten die schwärmerischen Ergießungen des TOPO aufgefasst werden, in die unser Disput mündete und die hier noch einmal wiedergegeben seien:

»selbstredend bedürfte es keines JUAN TOPOs mehr, wohnten wir bereits in räumlichkeiten, die heizungslos eine natürliche behaglichkeit verbreiteten und der kälte zu trotzen verstünden. dann könnte ich mich den weit größeren mysterien im leben widmen, der naßrasur, der imkerei oder dem gestalten der für die sicherheit so unabdingbaren rückspiegel an geldautomaten, aber so, so ist dieser weg für mich bestimmt.«

Diesem schicksalshaften Eins-sein mit der Aufgabe, deren Lösung den Löser zum sich auflösenden Erlöser machen würde (»… bedürfte es keines JUAN TOPOs mehr …«!), kann nur mit rein körperlichen Mitteln entsprochen werden; beschmiert mit Schaum, Sprühkleber oder zweifelhaftestem Gel! Insofern ein Hoch der Strategie 6 (an der einzig die pompöse Rettungsdecke wenig zu überzeugen vermag)! Wie folgerichtig ist denn auch die sympathisch – ja, geläutert anmutend – milde Ablehnung jener Versuche zu »schummeln«, die in Strategie 7 geradewegs ins „elendiglich(e)« führen.

Nachdem eigenes Verschulden der Verballhornung des mich zierenden Namens nun einmal Vorschub geleistet hat, zeichne ich voll affirmativer Empfindungen und freundlich grüßend als

Ihr leimtüchtiger Selch

*Anm.: Das realexistierende Nullenergiehaus weist gemessen an TOPOs Idealen durchaus die Tücke auf, beheizt werden zu müssen. (Siehe: energiesparhaus.at) Auch das seit langen Jahren existierende energieautarke Haus (vgl. fraunhofer gesellschaft) könnte TOPOs hohen Anforderungen niemals genügen.

schleimtriefender kelch:

11.03.2009: rasierschaum

höchst verehrte F.J.T., geschätzte mit-noch-heizerin kathy!

ich möchte mir erlauben, zu dem mir sehr bedeutungsam erscheinenden thema »isolierung durch rasierschaum« eine skizze einzubringen, zu der ich mich von ihrem diesbezüglichen ideenaustausch angeregt sah. zur umsetzung im selbstversuch ermangelt es mir sowohl an zeit als auch an rasierschaum, allfälligen testpersonen bin ich jedoch gerne bereit, den erforderlichen rasierschaum-baiser-schnorchel zur verfügung zu stellen. (das gerät ist korrekterweise so zu bezeichnen, die in der skizze gewählte bennennung »rasierschaumbaiserSICHERHEITSschnorchel« ist obsolet und einzig der trotteligen eigenmächtigkeit des von mir beauftragten technischen zeichners zuzuschreiben.)

der gedanke an diese ärgerlichkeit führt mich geradewegs zu meiner bitte und diese betrifft in diesem zusammenhang selbstredend den ohne ende zu bewundernden iwan damba. eine fotodokumentarische darstellung (ggf. sogar in bewegten bildern!) seiner moschus-enthusiasmierung wäre in jedem falle wünschenswert und eine bereicherung der zu diesem zeitpunkt als vortrefflich zu bezeichnenden web-präsenz der FUNDACIÓN.

allerhöchstfreundlich,

ihr schleimtriefender kelch

feedback zur strategie 6

strategie 5

11.02.2009: 4,2°C/17°C/19°C
(2) matratzen (3) karton, wäscheständer, holzcontainer, aktivboxen, bettsofagestell (4) decken, überzüge, polster, leintücher, meditationskissen, schaumstoff, schlafsack, kleidungsstücke, verpackungsabfall, druckplatte

raum im raum (1) bauplatz wählen. (2) konstruktion der matratzenwände. um die erforderliche biegesteifigkeit zu erzielen, empfiehlt sich eine zweihäuptige schalungsbauweise (zuhilfenahme massiver gegenstände wie holzcontainer oder aktivboxen). (3) anbringen der dachträger (karton, wäscheständer). (4) isolieren des daches (decken, überzüge, polster, leintücher, schaumstoff, meditationskissen, verpackungsabfall, druckplatten, …) und abdichten der materialgrenzen mittels flansch (schlafsack, unbenötigte kleidungsstücke). raum aufsuchen, matratzentür sorgfältig schließen. befinden: heimelig warm.

feedback zur strategie 5

feedback zur strategie 5

sylvester:

wie unheimlich ausgekluegelt diese strategie uebrigens ist, weist sich im wesen ihrer rekursiver fortsetzbarkeit: ist auch im raum im raum die temperatur auf ein kritisches niveau gesunken, ist umgehend ein raum im raum im raum zu erbauen. und so weiter.

kathy:

»if you build it, he will come« … ;-)
like it!

heimtückischer elch:

hoch zu lobende F.J.T.!

wie bin ich nach unserem jüngsten – zu meiner enttäuschung unpubliziert gebliebenen – disput überrascht zu sehen, dass die F.J.T. mit der fünften Strategie versucht, das nicht-heizen durch die isolierung von räumen (bzw. raumteilen) zu fördern! auch lese ich mit vergnügen vom befinden, das diese strategie beim strategen auszulösen vermag und das da als »heimelig warm« beschrieben wird. mit freunden erkenne ich die wirkung meines predigens, das die weise FUNDACIÓN davon abgebracht zu haben scheint, gegen »oktroyierte wärmemaßstäbe« und »reaktionäre […] vorstellungen zu den begriffen ›behaglichkeit‹ und ›zimmertemperatur‹« zu wettern.

wie stets verbleibt mit den besten wünschen und ergebensten grüßen,

der heimtückische elch

f.j.t. redaktion:

lieber h. elch!

bezüglich der unpubliziertheit ihrer beiträge bitten wir sie umgehend ein beschwerde-mail an den verantwortlichen, herrn iwan damba, zu richten:

iwan damba

ihre beiträge fanden leider erst mit einiger verspätung eine veröffentlichung.

lassen sie sich von der stümperhaftigkeit unserer technischen belegschaft nicht täuschen, wir behalten uns weiterhin vor, sehr gründlich auf etwaige heizneurosen aufmerksam zu machen.

hochachtungsvoll
F.J.T. REDAKTION

das i–w:

oder aber: »ist der raum zu groß, bist du zu klein.«

halluzinogene können hier abhilfe schaffen.

»She went on growing, and growing, and very soon had to kneel down on the floor: in another minute there was not even room for this, and she tried the effect of lying down with one elbow against the door, and the other arm curled round her head. Still she went on growing, and, as a last resource, she put one arm out of the window, and one foot up the chimney […].«

alles liebe,
das i-w

karl hatze:

höchst geniale einrichtung, dieser umbau … und ich liege wohl richtig in der annahme, dass auf dem dach des raumraumes zugleich das nachtlager aufgeschlagen wird. denn nur so kann garantiert werden, dass die untertags unweigerlich angesammelte wärme, die der auf engstem raume konzentrierte lebendheizkörper abgegeben hat, nachts durch die sprossen des wäschständers emporsteigt um auch die kühlsten träume des nichtheizers aufzuheizen.
fraglich bleibt, ob in dem neuen heim nicht zugleich ein abort eingerichtet werden kann, um die ansonsten ständig notwendigen öffnungen des raumraumes auf quasi null zu reduzieren. vorstellbar wäre ein kübel mit dampfdurchlässiger auflage - diese erlaubt dem warmen dampf der körperflüssigkeit sogar eine zusätzliche wärmefunktion für den raumraum auszuüben.
grüße aus der höhle sendet karl hatze (oder auch koal hazer, der nimmer hazt)

oliver:

servus,
nur 1 1/2 tage mit ausgefallener therme lassen am eigenen leib erfahren, daß heizungslose drachen nichts zum lachen haben.
auf diesem wege nochmals: RESPECT.
und nächste woche gibt es ein essen, gehuldigt dem juan topo.
lg
oliver

patrick:

Bin ja gespannt welche Nummer folgende Strategie haben wird:

»Juan Topo und die Damenwelt«

Man suche sich eine geeignete Partnerin und nutze die durch kuscheln entstehende Wärme um die niedrigen Temperaturen zu überstehen. Diese Strategie würde sich auch gut mit Nummer 5 kombinieren lassen :-) In diesem Sinne »Waidmanns Heil«!

bb Patrick

peter:

lieber juan!

ad strategie 5: das daraus zu entwickelde bett könnte / sollte ja denn genau dem rekursiven phänomen entsprechen, das user »sylvester« angesprochen haben könnt. und: besonders für 2er beziehungen ist dies auch eine doppelt gute partner/wärme/therapie, da man sich auf diese weise NIE aus dem weg gehen KANN - nur so lernt man es, was es heisst, WIRKLICH zusammen zu sein! nur so erfährt man beziehungsWAHRHEIT und -WEISHEIT!
deine fibel wir DER KNÜLLER sein in etwa 230 jahren, wenn die nächste eiszeit dann kommt …
alles gute!
peter

feedback zur strategie 5

strategie 4

17.01.2009: -2,3°C/15°C
(3) mittelstrahl

mittelstrahl (1) das an der vorderfront angebrachte überdruckventil öffnen. (2) mittelstrahl in den ausgleichsbehälter abfüllen. (3) heizmedium über den oberen einfüllstutzen möglichst rasch in den wärmekreislauf rückführen.8° (4) heizkörper entlüften. befinden: gefühl von effizienz und auTOPOiese.

feedback zur strategie 4

feedback zur strategie 4

lisa:

oooh, mechtilds lied machts mir ganz warm ums herz!

und iwan: entzückend, das bildchen auf der URL-leiste. vielleicht sollte man noch einen roten querstrich drübermachen, nicht dass da leute was missverstehen.

und strategie 4: klingt überzeugend, aber ich weiss nicht, das mit dem vorderventil stell ich mir gar nicht so einfach vor.
besito
lisa, immer noch in der feuchte

F.J.T. redaktion:

liebe frau lisa!

und iwan: entzückend, das bildchen auf der URL-leiste. vielleicht sollte man noch einen roten querstrich drübermachen, nicht dass da leute was missverstehen.

dieses projekt ist ABGESCHLOSSEN! hören sie? sie haben ja keine ahnung, wirklich keine ahnung, welche unkosten die entwicklung eines corporate designs mit sich bringt! alleine dieses winzige »favicon« hat mehr gekostet als sie in einem jahr verdienen! jawohl! dieses 16 pixel große furzteil!

zur erklärung: das grafikstudio »flachware« wurde mit der erstellung der gestalterischen elemente dieses logbuchs betraut – grund dafür war wohl folgende heimelige situation (anders kaum vorstellbar):

unser geschäftsführer samt CEO des grafikstudios »flachware« am golfplatz wien freudenau – hole nr. 3 (par 5) um 9:30 uhr: der bereits bis zur hälfte im gesäßbereich unseres chefs verschwundene CEO von »flachware« zwitschert etwas von birdies während sich jener auf den abschlag konzentriert. bei lauem herbstwind von nordwest gelingt unserem geschäftsführer ein weiter drive auf dem fairway, sodaß er schon mit dem zweiten schlag das green hinter der gefahrreichen senke erreicht. im übermut locht er auch noch mit dem ersten putt ein – EAGLE!, freudenschrei, salsa-schritte, große sprüche, prosecco »hast du eigentlich schon ein corporate design?« (dringt es dumpf aus seinem inneren).

wir hier in der redaktion haben natürlich von anfang an begriffen, daß das grafikstudio »flachware« völlig überteuert ist, sowie alle grafiker viel zu teuer sind, soll ihnen die maushand abfaulen! zu allem überfluß ließ sich unser geschäftsführer auch noch dieses heizkörper-icon aufschwatzen – wir waren geschlossen dagegen, klarerweise, es ist ja auch völlig vertrottelt »nichtheizen« durch einen heizkörper darzustellen! aber nein, ein so prominentes icon dürfe nicht negativ formuliert sein, man müsse den menschen als heizkörper sehen und überhaupt wäre eine negation technisch gar nicht möglich weil zu klein usw.

der heizkörper bleibt.

klingt überzeugend, aber ich weiss nicht, das mit dem vorderventil stell ich mir gar nicht so einfach vor.

frau lisa, das nichtheizen ist kein mädchenpensionat. JUAN TOPO war sich der problematik, daß es männliche und weibliche heizkörpermodelle gibt, durchaus bewußt. er war sich aber auch sehr bewußt, daß das transzendieren der eigenen grenzen notwendig ist, um unserem wesen gerecht zu werden:

»während das auf den ersten blick äußerst elegant gelöste versenkte überdruckventil des weiblichen modells nur vorteile zu haben scheint, zeigt der wartungsfall bzw. die tägliche routine auch grenzen dieses systems auf: weder kann eine unterbrechung des ventils manuell herbeigeführt werden – dies ist nur über eine ausreichend kräftige beckenbodenmuskulatur zu bewerkstelligen, noch kann man dem system von haus aus eine nennenswerte zielgenauigkeit zusprechen – jedoch ist durch übung eine akzeptable präzision erreichbar.«
(TOPO 2008)

JUAN TOPO liefert uns mit diesem anschaulichen beispiel eine unmißverständliche metapher für die inhärente notwendigkeit des lebens, sich selbst zu erweitern – dies gelingt indem wir grenzen überwinden.

wir wünschen viel erfolg beim üben!

signorina gallina:

hallo mister topo,

mit vergnügen lese ich Ihre webseite, sehr geistreich und unterhaltsam, vorzüglich. sagen sie mir bitte, bedeutet ihr nachname denn auch im spanischen idiom »maus« so wie in der italienischen sprache?
hält die aktuelle kältewelle bis in den februar an so werde auch ich mich der heizungslos-wohnen-bewegung anschließen, da ich meine bequeme familiäre behausung im osten der stadt gegen eine luftige dachgeschosswohnung im westen eintausche!

mit herzlichen grüßen
signorina gallina

f.j.t. redaktion:

liebe signorina gallina!

sagen sie mir bitte, bedeutet ihr nachname denn auch im spanischen idiom »maus« so wie in der italienischen sprache?

sie können sich glücklich schätzen, daß ihnen dieser fauxpas nicht zu JUAN TOPOs lebzeiten unterlief, denn es ist offenkundig, daß die maus in JUAN TOPOs ansehen beinahe genauso tief wie der gemeine nochheizer stand:

»die maus ist eigentlich ein schwein. alles an ihr ist schweinisch, ihr wesen ist schweinisch, ihr näschen ist schweinisch, selbst ihre füßchen sind schweinisch, sogar besonders schweinisch.« (TOPO 2008)

beim aufmerksamen studium seines vermächtnisses findet sich eine vielzahl von hinweisen, warum sich die mäuseartigen vor ihm in acht nehmen mußten – der terminus »isolierfresser« kann in seinen dokumenten sage und schreibe 218 mal gezählt werden und erklärt kurz und bündig den grund seiner aversion. häufig wünscht er ihnen die nagerpest (auch lemmingfieber, anm. d. red.) an den hals oder lamentiert über angeblich überhöhte mausfallenpreise.

als langjähriger liebäugler des strohschweins mag seine verwendung des wortes »schwein« im diffamierenden sinn zunächst verwunderlich erscheinen, bedenkt man allerdings die opportunistische haltung des schweins gegenüber dem lebensmittel-giganten REWE (insbesondere der ja! natürlich produktschiene), wird seine position verständlich – aber wir schweifen ab.

das wort »topo« bezeichnet den »maulwurf«9° im spanischen idiom. womöglich lag es an dieser namensähnlichkeit, daß JUAN TOPO tieren besondere aufmerksamkeit schenkte, sie klassifizierte und nach ihrer wichtigkeit reihte:

»an erster stelle steht das angusrind, aufgrund seiner trefflichen eigenschaft den schmackhaftesten lungenbraten10° hervorzubringen. an zweiter stelle die biene, denn sie bestäubt die pflanze, die dem angusrind als nahrung dient. an dritter stelle steht der maulwurf, weil er das sinnbild der weisheit ist. […] das schwein wird nicht mehr gelistet.« (TOPO 2008)

freilich ereifert sich JUAN TOPO über den ihm gleichbenannten maulwurf besonders ausführlich:

»es ist eine ehre, dem ›eigentlichen maulwurf‹ gleichbenannt zu sein, denn es ist eine freude, diesem formschönen geschöpf ansichtig zu werden. nicht nur ob seiner wunderbaren grabschaufeln und ganzheitlichen walzenform, sondern auch das flauschige wollhaar tut das seine. der maulwurf ist wohl eines der bedeutsamsten tiere – er durchdringt das erdreich, wie der verstand das wissen […] und kann somit dem menschen als vorbild dienen.« (TOPO 2008)

sylvester:

An die Redaktion!

Die Aussage, der Nochheizer sei ein aussterbendes Relikt, so widerspruechlich sie bisher auch angemutet haben mag, kann sich durchaus noch als prophetisch erweisen. Hier in London liegen uns geheime Unterlagen vor die den dringenden Verdacht aufwerfen, dass die Lehren des Juan Topo in Russland auf fruchtbaren Boden gefallen sind. Einer kleinen Zelle(*) radikaler Verfechter des Nichtheizertums ist es dort gelungen, dank eines politischen Bauernopfers, die absolute Macht an sich zu reissen. Zwar tappt die Mehrheit noch ob ihrer wahren Agenda im Dunkeln, doch zeichnet sich in diesen Tagen der erste Schritt ihres erbitterten Feldzuges wider des Heizens ab.

(*) Wie auf diesen Bildern unschwer zu sehen ist, scheut der geistige Vater dieser Bewegung keine Gelegenheit seine koerpereigene Kaelteresistenz eindrucksvoll unter Beweis zu stellen:
http://images.google.com/images?hl=en&q=putin

peter:

so: jetzt bin ich zum 1. mal dazu gekommen und hab fast das ganze Kompendium durchgelesen - und Super! Alle Tips wurden direkt an die »Internationale Armutskonferrenz« weitergeleitet. Das sind Tips, die den Lebensstandard (speziell nördlich - östlich vom Waldvietel: also Russland etc.) vieler armer Schlucker erheblich steigern wird.
Ich selbst habe leider schon mein Fell ausgezogen und bin auch aus dem Waldviertel ausgezogen und bin ein »NochHeizer«!

ad strategie 2:
anstatt Bier als Heizmedium zu gebrauchen empfehle ich hier eher Korn oder Obstler mit Tabasco!

und überhaupt: die Erkenntnisse der asiatischen Elementelehre - insbesondere Feuer! - blieben bis dato unberücksichtigt!

ad strategie 4:
das nenne ich »Biofeedback« in Reinkultur - viele pos. Erfahrungen kommen hier aus Ruski und Polen

und:
ich bewundere Hr. Maulwurf für seinen Mut und seine Beharrlichkeit beim »Vor- und Durchleben« dieser Startegien.

Es lebe der InnenraumKlimawandel!

Peter

sagt: Alles Gute!

spañard:

hola juan,

es un autentico placer leer su columna, estoy entrando en calor por descojonarme de la risa ;)

zu strategie 4: sehr effizient, geringer wärmeverlust, direktes feedback über ausgewogene oder weniger gesunde befüllung des heizkörpers, verstärkte immunantwort und ausgleich des immuntiefs zwischen dem aufbrauchen der vorhandenen antikörper bis zum anlaufen der neuproduktion.

vorschlag für strategie 5:
wie schon so oft, lebt uns die natur vor, wie man am sich am besten an lebensfeindliche umstände anpassen kann. die spezies penguinus realus bedient sich einer methode, die östlich der alpen wenig verbreitet ist und vermutlich deshalb noch nicht von JUAN TOPO in sein werk aufgenommen wurde. die rede ist von gegenseitiger wärmeinduktion kompatibler heizkörper. dies wird durch die maximal mögliche annäherung zweier oder mehrerer heizkörper erzielt, wobei uns dies im tierreich geschlechtsunspezifisch vorgelebt wird, weshalb ich den terminus tecnicus: die gemeine »unspontane-asexuelle-wärme(-re*)-induktion« um aufnahme in den TOPO (der duden der nichtheizer) bitte. sollte hierzu eine wissenschaftliche arbeit in der verbindung mit empirischen daten von nöten sein, so bitte ich um in kenntnis setzung von seiten der redaktion.

*re - weil gegenseitig/rückwirkend

vorschlag für strategie 6:
hierbei handelt es sich um die weiterentwicklung der »unspontane-asexuelle-wärme(-re)-induktion« zur »spontane-sexuelle-wämre(-re)-induktion«. im normalfall wird das entlüftungsventil (eig. überdruckventil, anm. d. red.) des einen heizkörpers an die aus- oder reinlassöffnung eines zweiten heizkörpers angekoppelt.

spezielformen sind:

die »poli-sexuelle-wärme-induktion« - hierbei kann die zahl der angedockten heizkörper beliebig erhöht werden. eine etwaige spontanentlüftung (eig. entleerung, anm. d. red.) des einen oder anderen heizkörpers ist hier durchaus erwünscht, da das 36° heisse elixier nicht an die kalte umwelt verschwendet wird, sondern direkt vom benachbart angekoppelten heizkörper aufgenommen wird, was ein wohliges wärmegefühl von innen verbreitet.
da mir für diesen versuch die nötigen heizkörper fehlen, überlasse ich die sammlung empirischer daten und dokumentationsmaterials gerne der JUAN TOPO-redaktion.

die »tantrisch-sexuelle-wärme-induktion« - bei dieser induktion ist es von vorteil, nur zwei heizkörper zusammenzuschließen. hiebei geht es um die generierung und ansammlung sexueller energie und anschließende sublimation (=umwandlung) in körperwärme.
ACHTUNG: bei dieser art der induktion sind spontanentlüftungen (eig. entleerung, anm. d. red.) zu vermeiden, da deren energiekoeffizient dem der durch sublumation generierbaren wärme weit unterlegen ist. sollte es dennoch zu einer spontanentlüftung (eig. entleerung, anm. d. red.) kommen (dies kann in der trainingsphase passieren, sollte aber mit eiserener disziplien bekämpft werden), so ist die aus dem heizkörper entweichende wärme-, protein- und energiereiche flüssigkeit unbedingt aufzufangen und umgehend in einen der beiden heizkörper zurückzufüllen.
bei regelmäßiger praktik der »TSWI« besteht die chance der erreichung höherer bewußseinszustände, einer art erleuchtung, die physikalisch gesehen mit der äußerst energiegenerierenden kernfusion vergleichbar ist.

hiermit gebe ich zurück an die redaktion. un abrazote desde madrid

spañard

ps. bitte um aufnahme des aus dem tiroler oberland stammenden terminus tecnicus »fotzekålt« (das å klingt ähnlich wie der prunftruf eines elchs) in die tabelle FRIGUS CULI / DIFFAMRIENDES.

f.j.t. redaktion:

lieber don spañard!

dies wird durch die maximal mögliche annäherung zweier oder mehrerer heizkörper erzielt, wobei uns dies im tierreich geschlechtsunspezifisch vorgelebt wird, weshalb ich den terminus tecnicus: die gemeine »unspontane-asexuelle-
wärme(-re*)-induktion« um aufnahme in den TOPO (der duden der nichtheizer) bitte. sollte hierzu eine wissenschaftliche arbeit in der verbindung mit empirischen daten von nöten sein, so bitte ich um in kenntnis setzung von seiten der redaktion.

ganz recht, für eine aufnahme in den TOPO ist zumindest eine empirische belegung der hypothese vonnöten – im regelfall ist die dokumentation eines formlosen selbstversuches völlig ausreichend.

ps. bitte um aufnahme des aus dem tiroler oberland stammenden terminus tecnicus »fotzekålt« (das å klingt ähnlich wie der prunftruf eines elchs) in die tabelle FRIGUS CULI / DIFFAMRIENDES.

das redaktionsteam möchte sich an dieser stelle im namen JUAN TOPOs für die unvollständigkeit seines wissenschaftlichen werkes »frigus culi« entschuldigen. lassen sie sich versichert sein, JUAN TOPO hat weder kosten noch mühen gescheut, seinem werk eine größtmögliche genauigkeit angedeihen zu lassen – er war oft für monate auf forschungsreisen – allein, gewisse landstriche unseres landes waren und sind leider nicht erschließbar (die gründe hierfür lesen sie im folgenden) – und damit ein ungeheurer reichtum an kälteformen, ach, ganze kälte-typologien und -TOPOlogien drohen in vergessenheit zu geraten.

»[…] das land, von dem ich reden will, liegt sicherlich weit entfernt von europa; genaueres weiß ich nicht zu sagen. es hat nur zwei jahreszeiten: den langen winter, wo es schneit, und eine zweite jahreszeit, wo sich der schnee mit regengüssen vermischt — das ist das frühjahr, der sommer oder der herbst, man kann sagen, wie man will. vielleicht liegt unser land in der nähe des polarkreises, weil es nicht nur so kalt, sondern auch überaus finster ist. nordlichter allerdings fehlen dieser finsternis. —
die eingeborenen heißen ihr land tarrol oder tarroï. daneben finden sich auch noch andere namen, die jedoch durch die lautzeichen einer europäischen sprache nicht annähernd wiedergegeben werden können. — das tarrolische idiom ist unerlernbar! einige wenige wörter haben eine gewisse entfernte ähnlichkeit mit dem deutschen, ja bei feierlichen anlässen versuchen die gebildeten leute nicht selten, deutsch zu reden, doch gelingt es ihnen niemals.
›schpäckchchkchnedl‹ ist das prächtigste wort, an dem sich die eigenartige schönheit des tarrolischen am deutlichsten zu erkennen gibt. wer einen recht großen kropf hat, wird dies einigermaßen nachzufühlen vermögen. […]«

(TECHET, 1909)

dieser auszug aus dem standardwerk »fern von europa«, das JUAN TOPO auf seinen reisen stets bei sich trug, skizziert im wesentlichen die unüberwindbaren hürden »scheißkälte« und »sprachbarriere«. trotz seiner eingehenden ethnologischen auseinandersetzung ist es JUAN TOPO zeitlebens nicht gelungen, einen sinn in den lautketten der eingeborenen zu erkennen.

um so herzlicher bedanken wir uns für die von ihnen vorgenommene segmentierung – durch ihren herausragenden fund und mithilfe eines experten für schriftlose völker ist es uns nun tatsächlich gelungen »fotzekålt« ins deutsche zu übertragen! wenn sie dieser herangehensweise zustimmen, so wäre es uns eine ehre JUAN TOPOs »frigus culi« mit dem diffamierenden frigus »fotzenkälte«12° zu vervollständigen.

heimtückischer elch:

liebe F.J.T.

ich hatte schon einmal das vergnügen, erleuchtung aus dem reichen fundus des wissens jenes einzigen und wahren TOPO zu erfahren, indem ich auf die simple beschaffenheit meiner psychosexuellen verfassung hingewiesen und mit den feuern der hölle bedroht worden bin (s.u.). dank dafür. dennoch möchte ich mein fragendes stimmchen noch einmal erheben und zwar zu einer art gretchenfrage, namentlich diesfalls jener nach der nachhaltigkeit. JUAN TOPOs lehren scheinen durchdrungen vom gedanken der selbsterhaltenden regenerierung des systems. ganz besonders trifft dies auf die strategie 4 zu. dennoch sind wechselwirkungen mit den das system umgebenden bedingungen nicht zu vermeiden und daher zu berücksichtigen. die höchste weisheit, die seitens der hoch zu lobenden fundación in diesem zusammenhang vielfach in anschlag gebracht wird und deren wesen darin liegt, ausschließlich trockene und warme klimate zu bewohnen, ist nicht anzuzweifeln, ihre erlangung jedoch ist für einen nachhaltigkeitsbewußten bewohner eines städtchens wie - sagen wir - vavchuga ein schwer zu erreichendes ziel. der unwiderstehliche reiz von vavchuga mag in seiner lage am lomonosovo see begründet liegen, das subarktisch maritime klima hingegen bietet dem nicht-heizer mit langen, kalten wintern, in denen die temperaturen nicht selten auf -40˚ C fallen, eine große zahl von gelegenheiten, rasch und ohne weiteres zu tode zu kommen. (JUAN TOPO hat auch in dieser hinsicht vorbildlich gewirkt. ein zeichen wahrer größe, das den wert seiner lehren nicht im mindesten schmälert. auch jesus hat das so gemacht und sich bis heute nicht über einen mangel an willigen jüngern beschweren können. allein schon, weil er tot ist. aber egal, das führt zu weit, nur sei gesagt, dass man dem glauben nicht mehr entkommt, hat man sich nur erst einmal nach russland begeben. mit dem erfrierungstod kann es einem übrigens ganz ähnlich ergehen. ein zu untersuchender zusammenhang. ende der abschweifung.) will nun der wacker nicht-heizende vavchugane dem ihm von den ihn umgebenden bedingungen auferlegten schicksal entfliehen, ohne seinen ökologischen fussabdruck in unzulässiger weise mit langstreckenflügen zu verbreitern, bleibt ihm nur die möglichkeit eines beachtlich langen fußmarsches. (der seinerseits mit leichtigkeit im tode enden könnte und zwar möglicherweise noch vor bereznik an der schnellstraße M8.) ähnliche probleme können sich auch außerhalb des oblast archangelsk ergeben, weshalb das thema der nachhaltigkeit auch über die grenzen dieses landkreises der russischen föderation hinaus von bedeutung sein dürfte und unter anderem zu neumodischen techniken der häuserisolierung geführt hat. die anwendung dieser techniken (und damit sind wir langsam am weg zurück zur ursprünglichen frage; ein weg, der - darauf sei hingewiesen - weit kürzer und um vieles weniger beschwerlich ist als der von vavchuga nach bereznik), die anwendung dieser techniken jedenfalls wird seit geraumer zeit auch von einer eu-richtlinie eingefordert, die nun im schönen, klimatisch jedoch im sinne TOPOs ebenfalls nicht gänzlich unproblematischen österreich vermittelts energieausweisvorlagegesetz durchgesetzt wird. nun liebt österreich eu-verordnungen und der erfolg der gesamten energieausweisunternehmung wird zweifelsohne mit den erfreulichsten erfolgen gekrönt sein. das ergebnis ist aus der sicht des nicht-heizers ein heikles österreich-spezifikum: das haus/die wohnung, in der man »praktisch« nicht mehr heizen muss. (das niedrigenergiehaus ermöglicht sogar die weglassung des österreichischen spezifikums »praktisch«, ist aber für menschen, die zeit und muße haben, sich mit hervorbringungen wie dieser zu beschäftigen, unerschwinglich, weshalb es hier nicht weiter thema sein soll.) die eigenarten jenes »praktisch« hingegen wären von den psycho- und soziolinguisten unter den redakteuren der F.J.T. und den lesern dieser herausragend inhaltsreichen seite durchaus zu diskutieren. sofern diese diskussion ein ergebnis erzielt, das die hüter des TOPO'schen wissensschatzes im sinne ihres geistigen übervaters zu akzeptieren vermögen, stellte sich die eingangs angesprochene quasi-gretchenfrage in konkretisierter form und könnte also lauten: »nun sagt, wie habt ihr's mit dem ›praktisch‹ nicht-heizen?«

in untertänigster hochachtung,

der heimtückische elch

f.j.t. redaktion:

lieber heimtückischer elch!

die höchste weisheit, die seitens der hoch zu lobenden fundación in diesem zusammenhang vielfach in anschlag gebracht wird und deren wesen darin liegt, ausschließlich trockene und warme klimate zu bewohnen, ist nicht anzuzweifeln, ihre erlangung jedoch ist für einen nachhaltigkeitsbewußten bewohner eines städtchens wie - sagen wir - vavchuga ein schwer zu erreichendes ziel.

ja und wie heimtückisch sie versuchen dem ehrwürdigen JUAN TOPO, einem famosen logiker seines zeichens, das wort im mund zu verdrehen! denn er rät nur, die »feuchte kälte« zu meiden, ein großzügiges ansinnen, immerhin verbleit da noch, gleich einem kombinatorischen exempel par excellence, die »trockene kälte«, nebst der »trockenen wärme« und der »feuchten wärme« (er rät also zu trockenen ODER warmen klimaten). das zu dem.

will nun der wacker nicht-heizende vavchugane dem ihm von den ihn umgebenden bedingungen auferlegten schicksal entfliehen, ohne seinen ökologischen fussabdruck in unzulässiger weise mit langstreckenflügen zu verbreitern, bleibt ihm nur die möglichkeit eines beachtlich langen fußmarsches.

mit dem wackeren vavchuganen sieht JUAN TOPO offenbar folgendes vor (entnommen aus dem kapitel »fluchtstrategien – wenn sich die feuchte kälte bereits in die knochen frißt«):

»[…] erfrieren. erfrieren soll er, der mann, der am wasser lebt, aber auf der flucht vor dem kältetod den seeweg nicht im sinne hat. das hirn möge ihm zu allererst einfrieren, damit ihn seine dummheit nicht mehr schmerze, dann erst, wie üblich, die zehen. erst wenn er steif und taub zu boden sinkt, sei ihm noch ein letzter verächtlicher gedanke an seine eltern gegönnt, die es nicht lassen konnten, ihn in die feuchte kälte zu zeugen.« (TOPO 2008)

sofern diese diskussion ein ergebnis erzielt, das die hüter des TOPO'schen wissensschatzes im sinne ihres geistigen übervaters zu akzeptieren vermögen, stellte sich die eingangs angesprochene quasi-gretchenfrage in konkretisierter form und könnte also lauten: »nun sagt, wie habt ihr's mit dem ›praktisch‹ nicht-heizen?«

lieber heimtückischer elch, mit einem klaren »nein« wäre dazu eigentlich alles gesagt, selbstredend hat JUAN TOPO den sachverhalt eingehender untersucht:

»unser ausgangspunkt ist nicht die kälte, sondern die behaglichkeitsnorm ISO 7730. dieses sammelbecken an reaktionären vorstellungen zu den begriffen ›behaglichkeit‹ und ›zimmertemperatur‹ ist die ursache einer kollektiven heizneurose, deren zwanghaftigkeit im niedrigenergiehaus deutlich wird, durch frühzeitige fixierung auf oktroyierte wärmemaßstäbe kann sie sogar bishin zur perversion führen (passivhaus). […] wer denkt, das nichtheizen sei am energieverbrauch festzumachen, irrt, irrt so sehr, daß dieser irrtum eigentlich nur geradewegs in die hölle führen kann.« (TOPO 2008)

höllisch heimtückischer elch:

hurrah! zweimal in direkter folge in die hölle verdammt! das ist das ideale schicksal für einen nicht heizer, denke ich …

mit allerbesten grüße,

der höllisch heimtückische elch

f.j.t. redaktion:

sie meinen wohl für einen nochheizer?

heimtückischer elch

bitte untertänigst um vergebung, ich meinte die konjunktivische form: das wäre das ideale schicksal für einen nicht-heizer. ich hingegen suhle mich ja hemmungslos, zwanghaft und neurotisch in der mir so bekömmlichen, auf zimmertemperatur geheizten luft. wie wohl ich nicht umhin kann, gerade im bezug auf neurotische verhaltensweisen festzuhalten, dass ein zunehmend katholisch anmutender wind (trocken und kalt) die ausführungen des TOPO zu durchwehen scheint: zahllose verdammungen in die hölle, ein jedem irdischen zweckdenken abholder hang zu selbstgeißelung (durch kälte), leugnung der körperlichkeit durch unterwerfung des empfindens unter das primat der dogmen, detailierte beschreibung des martyriums der feinde des glauben (erfrieren des gehirns), nicht zuletzt biblisch anmutenden rhetorik, ich erinneren nur an dieses »irrt, irrt so sehr« …

in stiller besorgnis,

der heimtückische elch

f.j.t. redaktion:

»Aber was siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, doch den Balken in deinem Auge nimmst du nicht wahr? Oder wie wirst du zu deinem Bruder sagen: ›Lass mich den Splitter aus deinem Auge hinauswerfen‹ und siehst nicht den Balken in deinem Auge? Heuchler, zieh zuerst den Balken aus deinem Auge, und dann wirst du klar genug sehen, um den Splitter aus dem Auge deines Bruders herauszuziehen.« (BIBLISCHER TEXT)

wer eine gretchenfrage stellt, sollte bedenken, in welche rolle er sich selbst dabei begibt … lieber herr elch, seien sie beruhigt, die hölle ist für den nichtheizer natürlich zwangsläufig der schlimmste nur vorstellbare zustand (und nicht wie sie irrigerweise annehmen, der idealzustand), im unorthodoxen sinne einer zwangsweise übermäßig beheizten räumlichkeit; der begriff ist den katholiken nur entlehnt, JUAN TOPO, bekennender agnostiker, hätte ihnen für diese unterstellen sicherlich die leviten gelesen, oh …

die verdammungen in die hölle wären damit geklärt. die selbstgeißelung entpuppt sich genaugenommen als ihr eigenes urteil, indem sie, geprägt von einer reaktionären vorstellung hinsichtlich zimmertemperatur, abweichendes verhalten als leidvoll deklarieren, eventuell um ihr unreflektiertes verhalten damit unbewußt zu rechtfertigen. und um mit der dummheit auf kriegsfuß zu stehen, muß man kein christ sein, es wäre geradezu ein widerspruch. als ein vollständig auf seine selbstversuche konzentrierter mensch kann man JUAN TOPO auch seine rhetorische inkompetenz kaum vorwerfen, der wert seiner arbeit liegt anderswo.

herzlichst,
F.J.T REDAKTION

keimtückischer elch:

sehr geehrte F.J.T.,

wie sehr dauert mich doch dieses hohle Reaktions-Gebrüll. Zwar gebe ich zu, mich überhoben zu haben durch das Stellen der Gretchenfrage (denn es gibt nur eine und egal in welcher Verkleidung fragt sie immer nach der Religion), wohnt doch jeder Entscheidungsfrage die Anmaßung des Fragenden inne, eine Entscheidung verlangen zu können. Doch gibt mir Ihre Antwort, die Sie im Sinne des von Ihnen bewunderten TOPO gegeben haben, insofern recht, als ich offenbar eine Sie entlarvende und damit berechtigte Frage gestellt habe. Sie weisen den Sinn der Nachhaltigkeit in Heizfragen zurück und erweisen sich damit als an der Sie umgebenden Umwelt, dem Anderen schlechthin, gänzlich desinteressiert und einzig Ihrem vermeintlich abweichenden Verhalten zugewandt. Diese solipsistisch zu nennende Haltung hindert Sie, Wege anzuerkennen, die nicht die Ihren sein mögen, aber dennoch zu einem Ziele führen, das selbst aus Ihrer Pespektive der Unterstützung würdig sein müsste: die Vermeidung des Heizens; auch wenn sich im Inneren der von Ihnen so sehr geschmähten Passiv- und Niedrigenergiehäuser (oder auch nur der isolierten Wohnungen) ein Zweck miterfüllen läßt, der Ihnen unverständlich erscheinen muss: die gleichzeitige Vermeidung des tatsächlich von vielen als unerfreulich empfundenen Kältegefühls (ohne Unterschied des Humiditätsgrades. Auch -40 kontinental trockene Grade vermögen einem Nichtheizer wohl zu einem raschen Aufgehen in der ewigen Kälte zu verhelfen. Zehen zuerst.)
Wer den neben ihm Stehenden so wenig an Freiheit zuzugestehen bereit ist, sie vielmehr mit zelotischem Eifer zu missionieren sucht, muss sich wohl den Vorwurf des Fanatismus gefallen lassen. Zumal in den Ausführungen des von Ihnen so hochgeschätzten TOPO genau an jener Stelle eine Lücke klafft, an der er Gründe für seine Ablehnung des Gedankens der Energieeffizienz anzuführen hätte, dies zumindest aber könnte. Sein: »wer denkt, das nichtheizen sei am energieverbrauch festzumachen, irrt, irrt so sehr, daß dieser irrtum eigentlich nur geradewegs in die hölle führen kann.«, offenbart einen sturen Dogmatisms, dem am Ende seiner Argumente nur die Drohung bleibt, so hohl auch diese immer sein mag.
Ich ziehe meinen Vorwurf, ein katholischer Wind durchwehe die Ausführungen des TOPO, hiermit zurück, hat doch selbst jenes von den Katholiken als Jesus von Nazareth angebetete Mythenkonglomerat seinen Anhängern mehr Freiheiten zugestanden als jener TOPO, dem der Satz von den Kalten und den Heißen, die durchaus akzeptabel seien - jedenfalls im Vergleich zu den auszuspeienden Lauen - (vgl. Offenb., 3,22), niemals über die Lippen gekommen wäre. Seien Sie gleichzeitig versichert, dass in dieser Revidierung keine Aufwertung des Katholischen zu sehen ist. Lediglich der Hinweis darauf, dass es selbst im Bereich der von Ihnen angesprochenen Dummheiten noch weit größere gibt als jene der katholischen Kirche. Ich denke etwa an jene der rücksichtslosen Verherrlicher des Eises, von denen Sorokin so umsichtig Bericht zu erstatten weiß.

Lassen Sie mich - ganz im Gegensatz zu der von mir für mich in Anspruch genommenen Heimtücke und trotz der offenbaren Differenzen in unseren Überzeugungen - mit dem freundlichen Angebot schließen, den Balken aus Ihrem und den Spitter aus meinem Auge zu ziehen, um damit eine kleines Feuer in Gang zu setzen, auf dem ich Ihnen gerne ein warmes Süppchen kochen werde, das Ihnen gewiss wohl bekommen wird.

Mit den besten Wünschen,

ihr keimtückischer elch

f.j.t. redaktion:

lieber k. elch!

zumal in den ausführungen des von ihnen so hochgeschätzten topo genau an jener stelle eine lücke klafft, an der er gründe für seine ablehnung des gedankens der energieeffizienz anzuführen hätte, dies zumindest aber könnte.

nun das tut er, das tut er, in einer feinstofflichen weise, die ihnen womöglich entfallen sein könnte:

»[…] dieses sammelbecken an reaktionären vorstellungen zu den begriffen ›behaglichkeit‹ und ›zimmertemperatur‹ ist die ursache einer kollektiven heizneurose, deren zwanghaftigkeit im niedrigenergiehaus deutlich wird, durch frühzeitige fixierung auf oktroyierte wärmemaßstäbe kann sie sogar bishin zur perversion führen (passivhaus). […] wer denkt, das nichtheizen sei am energieverbrauch festzumachen, irrt […]« (TOPO 2008)

sie meinen in diesem fragment eine der nachhaltigkeit entgegengesetzte haltung zu erkennen, ja sogar desinteresse am anderen schlechthin.
in seinem werk »heizungslos wohnen pradipika« zieht JUAN TOPO (nicht von ungefähr) die achtsamkeit des lesers wiederholt auf den subtilen unterschied zwischen den dichotomen begriffen »yoga« und »gymnastik«. ebenso fein wie relevant ist die herangehensweise ans nichtheizen. das nichtheizen läßt sich weder vorrangig noch ausschließlich am energieverbrauch messen, dies ist JUAN TOPOs botschaft. und so lassen sie uns auch erklären, worin JUAN TOPOs abscheu dem niedrigenergiehaus bzw. dem passivhaus (von JUAN TOPO meist umschrieben oder mit p. abgekürzt, um seinem ekel daran nicht anheim zu fallen) begründet ist: weder ist es die nachhaltigkeit, die ihn kränkt, noch die isolierung – und schon gar nicht das vermeiden des heizens. was JUAN TOPO sowohl am niedrigenergiehaus und insbesondere am passivhaus anstößig findet, ist schlechthin das heizen! das neurotische weiterheizen, das heizen um des heizens willen, das festhalten an der heizidee – oder in ihren eigenen worten: das »praktisch nichtheizen« …

gänzlich anders liegt der fall beim nullenergiehaus:

»selbstredend bedürfte es keines JUAN TOPOs mehr, wohnten wir bereits in räumlichkeiten, die heizungslos eine natürliche behaglichkeit verbreiteten und der kälte zu trotzen verstünden. dann könnte ich mich den weit größeren mysterien im leben widmen, der naßrasur, der imkerei oder dem gestalten der für die sicherheit so unabdingbaren rückspiegel an geldautomaten, aber so, so ist dieser weg für mich bestimmt.« (TOPO 2008)

feedback zur strategie 4

strategie 3

06.01.2009: -3,7°C/15°C
(3) wasser

saukalt duschen (1) vollständig entkleiden. (2) hurtig die duschkabine betreten. (3) den heizkörper trotz unmittelbar einsetzenden kältereflexes gründlich reinigen. das entweichen von urlauten stellt hierbei keinen hinweis auf einen schadhaften heizkörper dar. (4) der duschkabine entsteigen. befinden: noch nie waren 15°C so heiß!

F.J.T. redaktion:

(computergerät-benutzer unter 18 jahren bitte nicht auf die illustrationen klicken: die vergrößerungen beinhalten sowohl anstößige inhalte, explizite nacktheit, als auch exponierte, gut sichtbare primäre und sekundäre geschlechtsmerkmale.)

20.01.2009

dem redaktionsteam gelang soeben ein sensationeller fund: in den umfangreichen stiftungsarchiven wurden unterlagen entdeckt, die unter JUAN TOPO-experten weithin als das »missing link« seiner duschevolution betrachtet werden.

es handelt sich hierbei um die in diskussionen oftmals zu erbitterten streit führenden »showering instructions« (red book), jene aufzeichnungen, die JUAN TOPO (gemäß seiner gefälschten biographie) während seiner reise durch das ferne méxico von einer unbekannten brasilianerin, welche JUAN TOPO in seinen schriftstücken oftmals unter dem namen »ale« erwähnt, in die hände gespielt bekam.

der fund gibt entscheidende hinweise darauf, daß JUAN TOPO vielleicht gar kein kaltduscher war, daß er kaltduschen vielmehr zur zusätzlichen stimulanz praktizierte, während er bei der heizkörper-hygiene auf die von »ale« beschriebenen methode vertraute. viele seiner anhänger sind fassungslos, seriösen berichten zufolge begannen sich einige verstörte nichtheizer sogar haschischtabletten zu spritzen.

feedback zur strategie 3

feedback zur strategie 3

mechtild:

geschätztes topo-team,

ich wurde vor nicht allzulanger zeit unfreiwillig und unerwartet opfer einer kalten schulter, und wurde so – ganz in der tradition der selektiven wahrnehmung – auf ihre im www veröffentlichte klassifizierung der kälte »frigus culi« aufmerksam, in welcher auch die »kalte schulter« rubriziert wurde. ist damit nun eine fremde oder die eigene kalte schulter gemeint? und wie ist mit den diversen emotionalen kälten überhaupt umzugehen? reicht es hiergegen mit jenen strategien zu arbeiten, die bei der/dem nichtheizerIn den erfrierungstod des (heiz)körpers verhindern sollen, oder macht eine zusätzliche behandlung sinn?

ausserdem beschäftigt mich die frage: warum beschlägt meine brille, wenn ich vor die türe trete?

mechtild aus wien

f.j.t. redaktion:

liebe frau mechtild!

ist damit nun eine fremde oder die eigene kalte schulter gemeint?

die herkunft der redewendung »jemanden die kalte schulter zeigen« ist bislang ungeklärt. am wahrscheinlichsten gilt die herleitung aus der englischen tradition, der zufolge ungebetenen bzw. zu späten gästen als dezenter fingerzeig eine kalte lammschulter serviert wird. auch die behauptung, der ursprung läge in einer spielart der spanischen hofetikette, bei der damen ihr desinteresse an männlichen arschgeigen durch vorstrecken der rechten (der herz abgewandten) schulter signalisierten, hält sich hartnäckig.

über emotionale kälte weiß JUAN TOPO:

»[…] die zur schau gestellte gefühlskälte, oftmals in form der »kalten schulter«, ist symptomatisch für eine der zweifelhaftesten errungenschaften auf erden – der ignoranz. die kalte schulter ist der hemmschuh der menschheit, eine fersenpest. in ihr manifestiert sich zweierlei: dummheit und die kränkung des überhitzten bedürfnisses nach wärme.«
(TOPO 2008)

und wie ist mit den diversen emotionalen kälten überhaupt umzugehen? reicht es hiergegen mit jenen strategien zu arbeiten, die bei der/dem nichtheizerIn den erfrierungstod des (heiz)körpers verhindern sollen, oder macht eine zusätzliche behandlung sinn?

wie immer bietet JUAN TOPO sehr konkrete anweisungen an:

»der dummheit auf dieser welt ist nicht beizukommen, die köpfe dieser hydra sind ohne zahl … daher interessieren wir uns für die überwindung unserer narzißtischen kränkbarkeit.
gelassenheit gegenüber der kalten schulter erlangen wir im interessierten hinspüren – zumindest interessierten – zur fragwürdigkeit unseres infantilen hangs zur nestwärme und archaisch-omnipotenten objekten (zur tastatur, zu den nahrungsmitteln, den schriftstücken, dem geschlechtspartner); gelassenheit erlangen wir durch eintauschen der »hautnähe« zugunsten eines »kälte-habitus«, im nichtheizen.
[…] das intensive nichtheizen ist dabei völlig ausreichend um den mieselsüchtigen ort der kränkung zu verlassen. der mentale fortschritt kann im regelfall bereits nach kurzer zeit auf physiologischer ebene wahrgenommen werden: haare verlieren beinahe ihre strohigkeit, das morgentliche schlummerlaster entfällt oft gänzlich und falls sie zufällig auf einer elefantenfarm arbeiten wird auch die musth der bullen weit friedlicher verlaufen.«
(TOPO 2008)

mechtild:

ich empfehle jenes stück musik beim saukalt duschen:

mechtild aus wien

katharina nochheizer:

einen tag lang war ich einfach nur sprachlos. beim wiederholten anschauen der bilder hab ich jetzt spontan eine doppelseitige lungenentzündung bekommen. ansonsten bestätigt das hier meine theorie, dass wir nicht mal ansatzweise erahnen können, was so ein menschlicher körper alles bereit ist mitzumachen!

in aufrichtigster bewunderung seines tuns*!

katharina nochheizer

*»der weg der meisten ist leicht, unserer ist schwer. - wir wollen gehen.« H.H. »demian«

doris:

liebes juan-topo-team,

ja schon, aber wie wirkt sich strategie 3 auf wechselwarme lebewesen, etwa - und das nur als beispiel - auf insekten oder andere wirbellose, aus? ich habe große bedenken...

doris

f.j.t. redaktion:

liebe frau doris!

durch die exzellente versuchsanordnung bedingt, beziehen sich JUAN TOPOs wegweisende erkenntnisse vorrangig auf die menschliche spezies (hierbei gilt: was sich schart und paart, gehört zu einer art), jedoch beweist er unübertroffenen weitblick in der umsichtigen formulierung seiner thesen:

»[…] das saukalte duschen für poikilotherme lebensformen ist obsolet. nicht nur, weil die dümmliche gefahr einer eintretenden – und damit oftmals tötlichen – kältestarre im raum steht bzw. aus dem duschkopf quillt, sondern auch, weil es reiner unfug wäre. im falle wechselwarmer geschöpfe ist die eigentemperatur der raumtemperatur weitgehend angepaßt, die temperaturdifferenz zwischen raumluft und badewasser zu gering, um einen nennenswerten behaglichkeitsgewinn zu erzielen oder das risiko einer kältestarre zu rechtfertigen.« (TOPO 2008)

falls sie sich als wechselwarmes lebewesen erleben, beispielsweise als insektenweiblein, raten wir von saukalten duschgängen dringend ab! das unterlassen des saukalten duschens darf jedoch unter keinen umständen zur verlotterung ihres hygieneverhaltens führen, da sie damit dem parasitenbefall tür und tor öffnen. fühlen sie sich vielleicht als bienenweiblein, sollte ihnen das hier ganz schön angst machen … dessen können sie sich nur, wir wiederholen, nur durch emsige körperpflege entledigen – verlassen sie sich hierbei ausschließlich auf ihren instinkt, selbst ein erfahrener »beavoglvoda«7° kann ihnen hierbei nicht helfen.

kurzum: das leben als insekt ist nicht immer rosig. haben sie denn niemals ... niemals menschliche züge an sich selbst erfahren können? war da nicht vielleicht einmal ein sommersprossiger süßer junge, den sie trotz fehlbisses, mundgeruch und schweißfüßen einfach unwiderstehlich fanden?

doris:

liebe juan-topo-redaktion,

ich möchte mich an dieser stelle für die rasche und kompetente bearbeitung meiner durchaus dringlichen anfrage bedanken. die warnung vor dem risikofaktor varroa destructor halte ich im zusammenhang mit dem verzicht auf das saukalte duschen für angebracht und auch wichtig. mein vetter rodríguez könnte ihnen ein lied davon singen - hätte er ihren ratschlag zu lebzeiten befolgt, würde er heute noch unter uns weilen und uns mit seinen spontanen bienentänzchen erfreuen.

so verbleibe ich - zwar noch immer frierend, aber dankbar für den interessanten exkurs* -,

doris

*JUAN TOPOs leidenschaft für die welt der bienen ist wohl für jeden nachvollziehbar. meines wissens stammt von ihm auch der weise sinnspruch »spina dorsalis non interest«.

dattelfrau:

juanito,
tropfend verlasse ich die dusche, ah, den hinweis mit dem kühlen nass darf ich als höchst empfehlenswerten beurteilen: die annäherung eiskalten wassers bringt als instinktive gegenreaktion den heizkörper auf touren. dennoch sollte nicht außer acht gelassen werden, dass es als unzureichend zu bewerten ist, eine bloße stimulation von außen durchzuführen: schließlich sind es die inneren werte (so die eingeweide, bauchfell und sodbrennen), die unsere wärmeproduktion tatsächlich verursachen. jene gehören folglich in umso höherem maße gefördert.
hiebei durfte ich ein höchst interessantes phänomen beobachten: die zufuhr von klebrig-süßen nahrungsmitteln wirkt sich proportional günstig auf die körpertemperatur aus. weiße und blaue nahrungsmittel sind aufgrund ihrer ähnlichkeit mit dem winterwetter in diesem fall zu vermeiden. vielmehr sei zu dunklen und rötlichen speisen geraten. interessant: zucker dürfte trotz seiner ähnlichkeit mit schnee in aufgelöster bzw. versteckter form (so in schokolade, keksen oder anderen süßspeisen) eine gegenteilige wirkung aufweisen, ergo erhitzenden gefühlsregungen zugute kommen.
auf resultate weiterer experimente stets ergeben wartend,
ihre dattelfrau

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strategie 2

08.12.2008: 4°C/17°C
(1–3) bier

bedingungsloses heissgetränk ein heizmedium (1) nach belieben wählen. (2) heizmedium mittels wasserkocher auf 80°C erhitzen. (3) den heizkörper mit der im heizmedium enthaltenen thermischen energie°°°°° versorgen. (4) heizkörper entlüften. befinden: befremdliches gefühl, aber deutlicher temperaturgewinn!

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lisa:

09.12.2008: <16°C

liebe verwalter des nachlasses, ich möchte gern euren newsletter bestellen, weil, glaubt es oder nicht, auch im westen hace un frío que te cagas. bleibt die frage zu beantworten, ob in dieser idiomatischen wendung indirekt ein hinweis auf die spanische art und weise, mit der kälte fertig zu werden, enthalten ist und wie diese zu interpretieren ist.

ich hätte dembezüglich noch einen wunsch an die redaktion: schreibt JUAN TOPO etwas speziell dazu, wie mit der spezies »feuchte kälte« umzugehen ist?

lieben gruss aus der provinz
lisa

ps: wer frirrt, irrt.

F.J.T. REDAKTION:

liebe frau lisa!

bleibt die frage zu beantworten, ob in dieser idiomatischen wendung indirekt ein hinweis auf die spanische art und weise, mit der kälte fertig zu werden, enthalten ist und wie diese zu interpretieren ist.

die gewißheit, diese frage jemals zweifelsfrei beantworten zu können, ist uns wohl für alle zeiten verschlossen – womöglich gelingt es ihnen jedoch aus der auf dieser seite in nicht allzu ferner zukunft publizierten persönlichen entwicklung JUAN TOPOSs jenen verborgenen hinweis freizulegen, der ihnen den wissensdurst dieser sehr berechtigten frage zu stillen vermag.

schreibt JUAN TOPO etwas speziell dazu, wie mit der spezies »feuchte kälte« umzugehen ist?

wir sind erstaunt ob ihrer unkenntnis hinsichtlich JUAN TOPOSs international anerkannten (und auf diesem gebiet auch völlig einzigartigen) wissenschaftlichen werk »frigus culi«, in dem er nicht nur in erschöpfender detailliertheit eine bahnbrechend radikale klassifikation sämtlicher formen der kälte vornimmt, sondern auch auf die jeweiligen charakterzüge derselben eingeht und natürlich – natürlich – als großer theoretiker, der zur praxis zurückgekehrt ist – wege und möglichkeiten der überwindung des kältegefühls zugunsten des weitläufig geschätzten behaglichkeitsgefühls aufzeigt.

jener klassifikation zufolge handelt es sich bei der »feuchten kälte« um einen typ des »adjektivischen frigus«, welches eine unterklasse des »syntagmatischen frigus« darstellt, welches zusammen mit dem »synthetischen frigus« die überklasse »anorganisches frigus« bildet.

er schreibt:

»[…] jedes kind weiß, daß die ›feuchte kälte‹ (als komplementäres antonym zur ›trockenen kälte‹, anm. d. red.) aufgrund des größeren wärmeübergangskoeffizienten die konvektionskühlung wesentlich erhöht – man möchte fast sagen – das ›feuchte‹ und das ›schlechte‹, das sind nur zwei wörter für ein und dasselbe ding … mit wenigen ausnahmen ist das ›feuchte‹ zu meiden […] (er führt hier u.a. die heizmedien bier und serbischen schnaps an, anm. d. red.). dringt es in form von ›feuchter kälte‹ in den wohnraum ein, werden wir aktiv:

1) es ist ein leichtes, der ›feuchten kälte‹ mittels antikondensationsbeutel, welche in der regel mit silicagel gefüllt ist, in den schritt zu treten. dies tut aber nur der unerfahrene nichtheizer, pseudo-nichtheizer oder pharisäer (gemäß flavius josephus).

2) der etwas fortgeschrittenere nichtheizer erduldet.

3) der fortgeschrittene nichtheizer ist abgehärtet und ausgeglichen – er stößt sich nicht mehr am ›feuchten‹.

4) der wachsame nichtheizer erkennt den fehler in seinem handeln. ›wie gehe ich mit mir um?‹, wird er folgern. er gibt sich nicht mit halbheiten zufrieden und wechselt den ort.

5) der weise nichtheizer käme nie auf die idee, in solchen klimaten sein lager aufzuschlagen … welch schnapsidee! von welch teufel muß man geritten sein, in ›feuchter kälte‹ zu hausen? wer in ›feuchter kälte‹ haust, haust auch in überschwemmungsgebieten, erdbebenzonen oder nuklearen sperrgebieten, ißt unreife bananen, trägt hammerzehen-schuhwerk, reißt fliegen die flügel aus, malt sich augen auf, liebt jahreszahlen mehr als geschichte, wackelt mit dem achselklemmer, spricht ungarisch, kauft seinem kind luftgefüllte luftballons, stellt betagten damen ein bein, steht links auf der rolltreppe, läßt dabei seinen auswurf zu boden, fingiert heizgründe, lauthalst im kino, wäscht sich die hände nach dem örtchen nicht, drängt sich beim bäcker vor, verliert oft haube samt schal, vergöttert klimt, entlüftet sich mit scham, f[…]« (TOPO 2008)

die F.J.T. redaktion sieht sich gezwungen, die aufzählung an dieser stelle aus rücksicht auf unsere jüngeren leser/innen abzubrechen.6°

ps: wer frirrt, irrt.

das haben sie verstanden.

lisa:

ich wusste es. so sehr hans maulwurf (ich erlaube mir hier, seinen namen einzudeutschen, damit endlich auch frau gonzález von neben an was versteht. steigen wir herab von den wissenschaftlichen barrikaden und lassen wir uns unsere sprache nicht durch extranjerismen verschandeln) vorgibt, allmächtig, angebetet und universal zu sein, gibt es dennoch kritik zu leisten.

sein klassifizierungsvorschlag der kältekategorien ermangelt sich erstens der bauart »lausekälte« (was schließen lässt, dass eventuell eine kategorisierung in insektizide kälte erforderlich ist). außerdem würde ich die linguisten bei dieser unterteilung nicht so ohne weiteres außer acht lassen und deshalb eine subkategorie der partizipialen kälte introduzieren (sie induziert sich ja so gut wie von selbst!). diese wiederum ließe sich anschaulich in »passivisch partizipial« und »aktivisch partizipial«, sowie in »präsentisch partizipial« und »perfektiv partizipial« separieren.

also beißende (aktivisch, präsentisch) im gegensatz zu gebissene* kälte (perfektiv partizipial).

und hierbei stoßen wir auf ein neues phänomen: die schleichende kälte (aktivisch, präsentisch) im gegensatz zur geschlichenen* kälte.

bei rückfragen und dubien wenden sie sich vertrauensvoll an mich.
mit freundlichen, nachdenklichen grüßen

l.

ps: des mitn antikondensationsbeutel kenntat der a no a bissl besser erklärn.

pps: »wenn der himmel blau strahlt, ist es umso mehr kalt« (galicische binsenweisheit)

f.j.t. redaktion:

liebe frau lisa!

der unglücklich verstorbene JUAN TOPO gibt natürlich überhaupt nicht vor, allmächtig, angebetet und universal zu sein – wenn dieser eindruck entstehen sollte, dann müssen wir uns als redaktion vor diesem vorwurf verbeugen, als dank, denn dann ist es uns wohl gelungen, den genialen JUAN TOPO in annähernd gleißenden licht erstrahlen zu lassen, wie er es allemal verdient.

JUAN TOPOs klassifikation geht selbstverständlich über die online verfügbare einteilung hinaus. dennoch muß diese kritik ernst genommen werden – zumindest durch den hinweis »vereinfachte darstellung« oder überhaupt durch ergänzung der fehlenden insektiziden spalte. dies war ursprünglich auch vorgesehen, aber unser nichtsnutziger ukrainischer programmierer iwan damba meinte nur lakonisch »technisch nicht möglich« – wir werden dem nachgehen und versuchen, die tabelle um diese spalte zu erweitern. allerdings würden wir den gebräuchlicheren begriff »lausige kälte« der »lausekälte« vorziehen (ganz so wie es auch juan topo seinerzeit tat).

was das linguistische angeht: nun also, wir hier in der redaktion wundern uns schon sehr. einerseits, weil wir stets selbstkritisch bleiben und versuchen nur nach besten wissen und gewissen zu publizieren, andererseits, weil wir in dem vorgeschlagenen partizipalen system durchwegs keinen sinn erkennen können. was sollte das denn sein, die »gebissene kälte«? das wäre doch einen kälte, die von jemanden gebissen worden wäre ... der tempus an sich ist natürlich möglich, aber die paradigmatische bzw. semantische ebene erschließt sich uns nicht – die »gebissene kälte« entspricht einer kälte, die von etwas gebissen wurde – und ist zurecht kein teil des üblichen sprachgebrauchs. die spekulative invention einer solchen konstruktion ist zwar zulässig, aber wenig viabel. aber, vielleicht tun wir diesem vorschlag ja unrecht, bitte klären sie diese unsere zweifel auf!

die aufforderung das thema antikondensationsbeutel zu erklären ist etwas unspezifisch. vermutlich sind sie an dem verhältnis raumgröße/silicagel interessiert. grundsätzlich sei darauf hingewiesen, daß juan topo auch reis als adsorptionsmaterial anführt – allerdings kann er nicht mit dem gleichen wirkungsgrad aufwarten (dafür hat reis den vorteil, daß er nach aufnahme des wassers einfach gegessen werden kann). JUAN TOPO gibt folgendes aufschlußreiche beispiel:

»gegeben sei eine bulgarische hammerwerferin in einer 30 m2 altbauwohnung. durch die himmlische höhe von 4 m vermag die wohnung 120 m3 luft zu fassen. somit kann es sich bei einer temperatur von 10°C etwa 1,2 kg wasser in form von luftfeuchtigkeit in der wohnung gemütlich machen, vorrangig in ihrem abgewetzten futon. diese luftfeuchtigkeit kann die hammerwerferin mithilfe von 6 kg silicagel binden und in ihrer nächsten trainingseinheit von sich schleudern. 1 kg silicagel bekommt sie im tauchershop »wet & dry« nebenan für € 10,–, beim verkäufer ralf sogar für € 7,–.« (TOPO 2008)

es sei jedoch darauf hingewiesen, daß JUAN TOPO die anwendung von antikondensationsbeutel nur in ausnahmesituationen empfiehlt, da sie langfristig erheblichen aufwand bereiten – unter diesem aspekt wird auch seine erregung gegenüber der idee, in feuchten klimaten zu hausen, verständlich: die weise umsicht, KEINE kaltfeuchten klimate zu bewohnen, ist für ihn verbindlich (und auch sie werden es früher oder später noch überringeln, daß das feuchte schlicht zu meiden ist). wir hoffen, ihrer aufforderung in ausreichendem maße nachgekommen zu sein.

lisa:

verwalter des nachlasses!
- natürlich. verzeihen sie, ich wollte natürlich nicht herrn topos, gott hab ihn selig, etwas in den mund legen, worauf er selbst nie bestanden hätte. umso spannender ist es jedoch, ihn posthum versuchen zu verstehen, zu erweitern und zu diskutieren.

- kleine erklärung zu meinen partizipialen ausführungen: das symbol * steht in linguistischen untersuchungen für die kennzeichnung erratoider ausdrücke, die in der deutschen sprache nicht möglich sind oder von konstruktivisten noch diskutiert werden müssen. insofern stimmen wir in diesem thema ja überein.

- okay, ich gebe zu, die antikondensationsbeutelaufforderung war in der tat etwas diffus. vielleicht wäre die beste abhilfe, einen link auf eine der genialen erklärungen wikipedias zu verweisen, um missverständnissen oder nichtverständnissen vorzubeugen. vielen dank auf jeden fall für die raumerklärung, die meine mathematischen gehirnzellen anregt.

- aber klar. die beste lösung, damit hat juan topo ja wieder den nagel auf den kopf getroffen, ist es, keine kaltfeuchten klimatas zu bewohnen. ich werde diesen tipp mal an alle gallegos weiterleiten (vielleicht sollte bereits mit der errichtung von flüchtlingsempfangslagern in österreich begonnen werden).

gruss vom schreibtisch, diesmal sogar ohne halbfingerhandschuhe!!!
lisa

ps: »das feuchte meiden beseitigt alle leiden« (binsenweisheit, in galicien noch einzuführen)

lisa:

iwan, за здоровье!

iwan damba:

PROST, meine liebe frau lisa!

aber oidaichschwöre ich nur trinken kleines wasser,
nix glühbier.

iwan damba

heimtückischer elch:
»das ist wahnsinn!«

jonas:
»nicht schlecht! vorallem das mit dem bier als ›heizmedium‹ werd ich wohl mal ausprobieren müssen, vor allem wenn mir mal wieder kalt im herzen ist!«

bernhard:
»›faszinierender blödsinn‹. echt schön aufgezogen!
nur weiter so …«

f.j.t. redaktion:

»faszinierender blödsinn«.

iwan, lösch diesen eintrag.

flachware:

echt schön aufgezogen!

danke!

iwan damba:

nur weiter so …

oidaichschwöre ich chab gewußt ich bin auf die richtige weg!

patapoe:

»hi ihr irren,

ich LIEBE!!!! eure site.

(ein kleiner hinweis: bei mir sieht man ganz oben irgendeinen .jpg code oder so was, ich glaub das gehört da nicht hin?)

schönen tag!
patapoe

igor destruct:

»ich finde diese kleine fehler in das site nicht so schlimm. IWAN DAMBA ist großer programmiergeist. ich finde schlimm, das ihr JUAN TOPO chool findet, weil er ist verrückter u n d glühbieralkoholiker! wie kann er großer mann sein wenn er glühbieralkoholiker? chabe beweis:«

KW:

»energiesparen nicht vergessen,

unbedingt mit jägermeister ausprobieren, weniger volumen und mehr volumsprozent ergeben gleiche wirkung mit hilfe weniger energie …

lg, kw«

warnung

im world wide web ist unauthorisiertes bildmaterial im umlauf, welches JUAN TOPO, dem wir für das martyrium seiner ernsthaften aber oftmals mit rückschlägen verbundenen selbstversuche mehr als zu dank verpflichtet sind, in diffamierender art und weise als trunkenbold darstellt. die FUNDACIÓN JUAN TOPO distanziert sich ausdrücklich von diesen inhalten und wird rechtliche schritte einleiten, um den/die verantwortliche/n zur rechenschaft zu ziehen.

anna:
»ich habe es geschafft!
ich habe gschafft, anstelle der raumtemperetur meine körpertemperatur zu erhöhen, auf 37,4°!
der umraum hat ein bisschen schwierigkeiten, sich diesen neuen gegebenheiten anzupassen, noch schwankt er zwischen heiß und kalt. wobei ich eine subjektive dimension des temperaturempfindens nicht ausschließen möchte.
idealerweise sollte sich auch die temperatur des bettraums erhöhen. realistischerweise allerdings tut sie dies nicht, da seine bedeuung in solchen fällen zumeist unterschätzt wird. bussi baba,
hoffe ihr lebt noch!
ich verbleibe mit großem interesse an diesen phänomenen,
a.«

warnung

im world wide web ist nun auch gefälschtes bildmaterial im umlauf, welches vorgibt, JUAN TOPO in berauschtem zustand abzubilden. die FUNDACIÓN JUAN TOPO weist ausdrücklichst darauf hin, daß es sich bei jenen abbildungen ausnahmslos um fälschungen handelt: die auf den fotos gezeigte person ist EINDEUTIG NICHT JUAN TOPO. dies ist zweifelsfrei am fehlen der haube und des schals feststellbar.

mütterchen frost:

Und hier das passende Märchen, gekürzt auf alle essentiellen Informationen, wiedergegeben, zur Unterstützung aller Wir-schaffens-auch-noch-zu-Weihnachten-nicht-zu-heizen-AnhängerInnen:
»Da ging nun das kleine Mädchen auf den kleinen, nackten Füßen, die rot und blau vor Kälte waren; in einer alten Schürze trug sie eine Menge Schwefelhölzer, und mit einem Bund in der Hand ging sie dahin. Keiner hatte ihr während des ganzen Tages etwas abgekauft, keiner ihr einen kleinen Schilling gegeben; hungrig und verfroren ging sie dahin und sah so verschüchtert aus, das arme kleine Wurm! […] Aber in der Ecke beim Hause saß in der kalten Morgenstunde das kleine Mädchen mit roten Wangen, mit einem Lächeln um den Mund - tot, erfroren am letzten Abend des alten Jahres. Der Neujahrsmorgen ging auf über der kleinen Leiche, die mit Schwefelhölzern dasaß, von denen ein Bund fast abgebrannt war. Sie hat sich wärmen wollen, sagte man […]«
(Hans-Christian Andersen: »Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern«, 1910)

Da seht ihr nun, ihr Ungläubigen, das hat man davon, wenn man sich wärmen will. Ist mein Lieblingsmärchen, gleich nach »Das kalte Herz«.
Es grüßt euch
Mütterchen Frost (die mit der verbeulten Wirbelsäule)

warnung

im world wide web sind nun erstmals unauthorisierte sowie gefälschte videos im umlauf. die stümperhaften machwerke wurden in der sogenannten »stop-motion-technik« hergestellt und versuchen abermals, den scharfsinnigen analytiker JUAN TOPO mit widerwärtigen mitteln als trunkenbold und ekstatisch hampelnden hanswurst darzustellen. die FUNDACIÓN JUAN TOPO distanziert sich ausdrücklich von diesen inhalten und wird rechtliche schritte einleiten, um den/die verantwortliche/n zur rechenschaft zu ziehen. wir werden nicht müde darauf hinzuweisen, daß es sich bei dem zweiten video um eine fälschung handelt: die auf den einzelnen kadern gezeigte person ist EINDEUTIG NICHT JUAN TOPO. dies ist zweifelsfrei am fehlen der haube und des schals feststellbar.

feedback zur strategie 2

strategie 1

28.11.2008: 1°C/16°C°°
(1) haube (2) schal (3) bademantel (4) schlafsack

KONVENTIONEN ÜBERWINDEN kleidungsstücke des außenbereichs (1–2) trotz schamgefühls für den innenbereich adaptieren. bademantel (3) über andere kleidungsstücke anziehen. schlafsack (4), gegenstand des wortfeldes »sich schlafen legen« für »sitzende tätigkeit« umsemantisieren. befinden: wohlige wärme.

feedback zur strategie 1°°°

feedback zur strategie 1

FRANZISKUS:
»am anfang bin ich mir schon recht blöd vorgekommen.«

ULRIKE:
»endlich warme füße!«

RENATE:
»wie schlimm ist das, wenn ich den schal weglasse?«
(redaktionell beantwortet)

anna:°°°°

29.11.2008: 1°C/17°C
(1) haube (2–3) schal (4) wärmeflasche

sehr gut. tauschen wir uns aus! vielleicht sind eure freiwilligen-erfahrungen um die hiesige habitatsanpassung eine gute ergänzung. ich bin mir nicht sicher, womit ich dienlich sein kann. vielleicht bald mit pullover-strickmuster-vorlagen oder mit diversen sockenmodellen. gibt es bei euch besonders sensible stellen? meine füße sind immer kalt. meine nase auch. und die ohren. die finger. der kopf auch!

»[…] nicht die wohnung, sondern der mensch friert.«
(TOPO 2008)

hm... stimmt... aber irgendwas stimmt auch wieder nicht.

»tagebuch: mehr und mehr orientiere ich mich an jäger-strategien […]« (TOPO 2008)

oh das wusste ich nicht. aber eigentlich klar, dass die eine gewisse strategie brauchen, damit sie immer noch richtig treffen danach und nicht mit klammen finger von sich schießen müssen. es gibt übrigens ein weihnachtslied, das geht so:

auf dem berge, da wehet der wind,
da wieget maria ihr kind.
sie wiegt es mit ihrer schneeweißen hand,
sie hat dazu kein wiegenband.

ach joseph, lieber joseph mein,
hilf mir wiegen mein kindelein.
wie soll ich dir helfen, dein kindlein wiegen,
ich kann ja kaum selber die finger biegen.

wieso weiß er überhaupt was über jäger, hä?

»das herumsitzen ist das größte übel.« (TOPO 2008)

ja!

KONVENTIONEN ÜBERWINDEN kleidungsstücke des außenbereichs (1–2) trotz schamgefühls für den innenbereich adaptieren.

das stimmt. wobei ich auch im bett das problem der extremitäten habe - füße sind warm, aber finger kalt und die hälfte des oberkörpers! ein poncho wäre dienlich, der deckt zumidnet den brustbereich ab. das mit den finger - bleiben wohl nur handschuhe. aber DAS ist dann wirklich krass. und so unbequem!

»tagebuch: die schlafsack-strategie war jedenfalls ein immenser schritt nach vorne.« (TOPO 2008)

sehr gut, das werde ich auch mal testen.

sylvester:

30.11.2008: »Während er für die Erwachsenen oft nur ein Spaß war, an dem sie der Mode halber teilnahmen, sahen die Kinder staunend, mit offenem Mund, der Sicherheit halber einander bei der Hand haltend, zu, wie er bleich, im schwarzen Trikot, mit mächtig vortretenden Rippen, sogar einen Sessel verschmähend, auf hingestreutem Stroh saß, einmal höflich nickend, angestrengt lächelnd Fragen beantwortete, auch durch das Gitter den Arm streckte, um seine Magerkeit befühlen zu lassen, dann aber wieder ganz in sich selbst versank, um niemanden sich kümmerte, nicht einmal um den für ihn so wichtigen Schlag der Uhr, die das einzige Möbelstück des Käfigs war, sondern nur vor sich hinsah mit fast geschlossenen Augen und hie und da aus einem winzigen Gläschen Wasser nippte, um sich die Lippen zu feuchten.«

KAFKA - »ein hungerkünstler«

heimtückischer elch:

02.12.2008: barnslig

die barnslig fussfalle hält zwar nur die südlichsten ausläufer der menschlichen gehtentakel warm, kann aber als verursacherin verheerender stürze einen anlass für mehrtägige aufenthalte in einem krankenhaus liefern. und dort ist geheizt. gilt das?

mit vorzüglicher hochachtung,
ein heimtückischer elch

f.j.t. redaktion:

gilt das?

nach einer verständigen auseinandersetzung mit schopenhauer (gilt als gesichert) findet sich in JUAN TOPOs aufsätzen folgender hinweis zum barnslig kissen:

»das barnslig kissen als zeichen des geschlechtsaktes ist obszön. daher gefällt es den männern.« […] (TOPO 2008)

im theoretischen abschnitt »heizungslos wohnen pradipika« finden sich eindeutige anweisungen zum umgang mit dem eigenen körper:

»versorge, reinige und überprüfe die dichtheit deines heizkörpers regelmäßig. entlüfte ihn, falls nötig.«
(TOPO 2008)

und aus seinen theorien:

»fremdwärme anzunehmen – als zeichen der toleranz gegenüber dem nochheizer – ist eine tugend. […] wer jedoch versucht fremdwärme zu erschleichen, dem wird die hölle genügend davon geben. (TOPO 2008)

stefan:
»Mein Installateur sollte heute kommen, um einen Thermostat zu montieren. Er hatte einen Autounfall. Das Auto Totalschaden, Personenschaden ausgeblieben. Nun muss ich wohl auf Juan Topo Heizmethoden zurückgreifen.

stefan, wien«

feedback zur strategie 1

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hier entsteht ein weiterer redaktioneller bereich. die F.J.T. REDAKTION entschuldigt sich für die diletantische ausführung dieser website. beschwerde-mails leiten wir gerne an unseren ukrainischen programmierer, herrn iwan damba, weiter.

zitate

»der geist ist willig, aber die wohnung kalt«

»unter den nichtstuern ist der nichtheizer könig«

»ist der raum zu kalt, ist er zu groß«

»ich denke, also muß ich«

»es gibt keinen richtigen weg zu heizen … du bist die heizung«

»es gibt keinen richtigen weg zu heizen … die heizung ist weg« (IWAN DAMBA)

»ist dir kalt, bist du kalt.«

»der mensch ist ein heizkörper.«

»das herumsitzen ist das größte übel.«

»nicht die wohnung, sondern der mensch friert.«

testimonials

»auch spaß muß sein«

HERBERT PRIKOPA, »auch spaß muß sein«

»fuck that guy«

JOHNNY KNOXVILLE, »jackass«

»der don quijote des 21. jahrhunderts«

MARCEL REICH-RANICKI, »das literarische quartett«

»die beste aktion seit HickersbergYourself«

HANS KRANKL, ehem. öfb teamchef

»das ist unerwartet.«

EDGAR OTT, »benjamin blümchen«

frigus culi

JUAN TOPOs wissenschaftliches werk sieht folgende klassifizierung der kälte vor (vereinfachte darstellung):

frigus
organisches anorganisches
animalisches humanes synthetisches syntagmatisches
mammalia sexuelles emotionales diffamierendes imperatives physikalisches geografisches adjektivisches
bärenkälte
schafskälte
hundskälte
affenkälte
beißende kälte
frigidität grabeskälte
wahnsinnskälte
gefühlskälte
kalte schulter
stimmungskälte
grimmige kälte
entsetzliche kälte
unerhörte kälte
bittere kälte
harte kälte
strenge kälte
arschkälte
scheißkälte
(eig. entenkälte)
verfickte scheißkälte
saukälte (zapfen,
schweinekälte)
fotzenkälte12°
mach-die-tür-zu-
es-zieht-kälte
konduktion
konvektion
transpiration
radiation
polare kälte
antarktische kälte
arktische kälte
sibirische kälte
eisige kälte
klirrende kälte
scharfe kälte
eiseskälte
trockene kälte
feuchte kälte
körperliches emotionales/empathisches rationales

JUAN TOPO wählt dabei im gegensatz zu herkömmlichen abhandlungen einen holistischen ansatz. »frigus« ist bei ihm eine ganzheitlich verhandelte kenngröße, wodurch er sich dem nutzlosen diskurs um fußkälte, ohrenkälte, kopfkälte, handkälte, bauchkälte, rückenkälte, nierenkälte, beinkälte, zehenkälte, etc. elegant entzieht.

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außen-/innentemperatur

heizmethode

eine auf elektronischem weg in computernetzwerken
 übertragene, briefartige nachricht

warnung vor kälte (symbol D-W017 nach DIN 4844-2)

gefahrenhinweis

fussnoten

°  siehe nachwort
°°  außen-/innentemperatur
°°°  fragen werden seriös und fundiert beantwortet.
übermitteltes material wird publiziert.
(4 x fotos à 240 x 180 px)
°°°°  anm. d. red.: anna ist offenbar auszugsweise mit TOPOs vergriffenem werk vertraut.
°°°°°  die im heizmedium enhaltende chem. engergie wird bei diesem experiment vernachlässigt.
6°  der vollständige worterguß wurde nie publiziert; die 157 dicht beschriebenen losen A4 blätter (in wüster handschrift, gegen ende des textkörpers oftmals nur mehr als exzentrisches strichgewitter interpretierbar) fanden zuerst keinen verlag, obwohl sie bis zum heutigen tag als die originellste, umfassendste und beleidigenste abhandlung ihrer art im deutschsprachigen raum gilt. später, als wiener lexikologen den ungemeinen reichtum an derben und vulgären wortkreationen entdeckten, verhinderte JUAN TOPO persönlich jenes ansinnen und versuchte die schriftstücke zu vernichten. sein hausmeister konnte dies allerdings verhindern, die dokumente bleiben bis auf weiteres unter verschluß.
7°  es ist weitläufig bekannt, daß JUAN TOPO ein begeisterter anhänger der imkerei war. zeitzeugen zufolge konnten bei ihm anekdoten über das bienenvolk leidenschaftliche schwärmereien auslösen, begründet in der bienen inhärenten fähigkeit den bienenstock durch muskelzittern und flügelschlag aus eigener kraft optimal zu temperieren. als einer der pflichtbewußtesten imker österreichs gefiel er sich liebevoll als »beavoglvoda« bezeichnet zu werden. spitze zungen behaupten sogar, er habe bienen mehr verehrt als brecht und schopenhauer zusammen.
8°  kontraindikation: dekompensierte Herzkreislauf-, Leber-, Nierenerkrankungen; Diabetes; Bluthochdruck; konsumierende Erkrankungen wie Tuberkulose; fortgeschrittene Krebserkrankung; Schilddrüsenüberfunktion; akute Erkrankungen mit hohem Fieber; Harnwegsinfektionen.
9°  »maulwurf« ist teil der volksetymologie (wörter, deren ursprüngliche motiviertheit nicht mehr verstanden wird und die durch eine umdeutung wieder sinnhaft gemacht werden sollen.)
dt. »maulwurf« (althochdt. »muwerf«, mhdt. »mulwurf«; »mu(l)« bedeutet haufen, bezeichnet also ursprünglich den haufenwerfer; nachdem das bestimmungswort mu(l)- haufen außer gebrauch gerät und nicht mehr verstanden wird, kommt es zu einer uminterpretation auf mhdt. »mul(e)«, »mund«, »maul«, das dann die weitere lautliche entwicklung zum heutigen maulwurf vollzieht und aus dem ursprünglichen haufenwerfer ein tier macht, das die erde mit dem maul wirft. (PETER CICHON 2003, »grundlagen der spanischen sprachwissenschaft«, regensburg, christine lindner verlag)
10° 

»lungenbraten auf borlotti-bohnen und rucola«11°:

zutaten für 2 personen:
50 dag lungenbraten
1 dose borlotti-bohnen
2 hände rucola

3 el olivenöl
1 schuß rotwein
1 schüßchen aceto balsamico
1 prise salz
1 prise pfeffer

zubereitung:
das olivenöl in einer pfanne erhitzen, dann die borlotti-bohnen hinzufügen, bisweilen schütteln. das duftende fleisch in ca. 2 cm dicke scheiben schneiden und mit salz und pfeffer kräftig würzen. den rucola auf zwei teller aufteilen und vorsichtig mit aceto balsamico beträufeln. sobald die borlotti-bohnen knusprig sind auf dem rucola verteilen. der pfanne wieder etwas olivenöl hinzufügen und das fleisch scharf anbraten und wenden (ca. 1 min. pro seite). den lungenbraten auf die beiden teller aufteilen und die pfanne mit etwas rotwein löschen, den bratensaft kurz verrühren und über die fertigen gerichte träufeln.
11°  vom österreichischen baumhaus-architekten helmut preis plagiiert, durch ein plagiat an jamie oliver modifiziert und durch egon friedells thesen zum thema »plagiat« rehabilitiert.
12°  siehe tabelle »frigus culi«.

nachwort

° JUAN TOPO, 1980–2008, autor des bestsellers »heizungslos wohnen – strategien gegen das erfrieren«, wurde während eines kälteeinbruchs im winter 2008 opfer eines hinterhältigen konzeptfehlers.

redaktion:

FUNDACIÓN JUAN TOPO

gestaltung:

FLACHWARE

programmierung:

IWAN DAMBA